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Riesa

Debatte um Schulheizung

Das Rathaus will das in der Oberschule laufende Blockheiz- kraftwerk an die Enso verkaufen. Eine Stadtrats-Fraktion bremst.

Die Klassenzimmer der Oberschule Strehla werden von einem Blockheizkraftwerk beheizt.
Die Klassenzimmer der Oberschule Strehla werden von einem Blockheizkraftwerk beheizt. ©  Sebastian Schultz

Strehla. Sommer, Sonne, Hitze: Das Wetter der vergangenen Tage lässt eher an Abkühlung statt ans Heizen denken. In Strehla ist jedoch eine Debatte genau darum im Gange. Grund ist der Vorschlag der Stadtverwaltung, das 2013 angeschaffte Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Oberschule an den Energieversorger Enso zu verkaufen. 

Die Enso, an der die Stadt Strehla gemeinsam mit anderen Kommunen über eine Zwischengesellschaft beteiligt ist, will das Aggregat für reichlich 16.000 Euro kaufen, optimieren und mindestens zehn Jahre weiterbetreiben. Das Rathaus erhofft sich davon Kosten-Einsparungen von mehreren Tausend Euro pro Jahr und größere Versorgungssicherheit, etwa für den Fall, dass die Anlage einmal ausfallen sollte.

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Eigentlich hatte der Stadtrat die Übergabe der Anlage vorige Woche beschließen sollen. Die Entscheidung wurde aber aufgeschoben. Nicht zuletzt, da man sich in der CDU-Fraktion an den Rathaus-Plänen stört. 

Unter anderem gibt es Zweifel daran, dass alle relevanten Zahlen in die Kostenberechnungen eingeflossen sind. Nach dem Willen der Christdemokraten soll auch eine Übernahme des BHKW durch die Riesaer Stadtwerke beziehungsweise deren Tochter Esam geprüft werden. Auch eine Abgabe des BHKW im Pflegeheim solle mit geprüft werden, hieß es.

Das Thema dürfte damit frühestens auf der Agenda des übernächsten Stadtratstreffens stehen. Die nächste Strehlaer Ratssitzung findet bereits am Donnerstag statt. Laut Tagesordnung geht es vorrangig um Regelung, wie bestimmte Flächen an der Torgauer Straße künftig bebaut werden dürfen. (SZ/ewe)

Die Ratssitzung am Donnerstag, 6. Juni, findet ab 19 Uhr im Jugend- und Freizeitzentrum statt.