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Debatte zum Grundstückstausch

Die Stadt will für eine neue Rettungswache in Leuben Flächen in begehrter Lage an Vonovia abgeben.

Schon bald könnte der Immobilienriese Vonovia ein neues Grundstück in der Neustadt für sich reklamieren.
Schon bald könnte der Immobilienriese Vonovia ein neues Grundstück in der Neustadt für sich reklamieren. © Sven Ellger

In Leuben soll eine Rettungswache entstehen, um den Stadtteil sowie die Gebiete Prohlis, Reick und Striesen in Notfällen schnell zu versorgen. Da die Stadt über kein geeignetes Grundstück verfügt, steht nun eine Fläche des Wohnungsunternehmens Vonovia im Fokus für den Neubau. Allerdings will Vonovia das Grundstück nicht verkaufen, sondern strebt einen Tausch an: 

Flächen in der Zamenhofstraße und Weinböhlaer Straße sollen gegen Grundstücke An der Dreikönigskirche und an der Seidnitzer Straße getauscht werden. Das hat jetzt für Wirbel im Stadtbezirksbeirat Neustadt gesorgt – vor allem wegen des Grundstücks an der Dreikönigskirche, das sich noch im Besitz der Stadt befindet und rund 400 Quadratmeter groß ist.

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Vorgesehen war, dass dort Sozialwohnungen durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft WiD entstehen. Allerdings habe eine Prüfung ergeben, dass die Fläche zu klein ist, heißt es aus dem Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung. Im Stadtbezirksbeirat äußern Mitglieder aller Parteien Bedenken, dem Großkonzern Vonovia weitere Grundstücke zu überlassen. So könne sozialer Wohnungsbau in zentraler Lage nie gewährleistet werden, heißt es bei den Grünen. 

Gegenwind kommt dabei auch aus den eigenen Reihen: Man dürfe nicht nur im Sinne der Neustadt entscheiden, sondern zugunsten der Notfallversorgung in Leuben. Der Antrag fand keine Zustimmung. Anders in den Stadtbezirksbeiräten Altstadt und Pieschen: Hier wurde dem Antrag mehrheitlich zugestimmt. Die Beiräte geben eine Empfehlung für die letztlich gültige Entscheidung des Stadtrats.