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Decathlon öffnet im Kugelhaus

Für die Dresdner setzt der Sportartikelhersteller vor allem auf Berg- und Wintersport.

© Marion Doering

Von Nora Domschke

Fitnessmatten, Eishockeyschläger, Skier, Zelte – die Mischung der Artikel, die kurz vor der Eröffnung der ersten Dresdner Decathlon-Filiale noch in den Regalen verteilt werden, ist bunt. Eigentlich sollte das neue Geschäft des französischen Sportartikelherstellers schon vor einem Jahr im Kugelhaus am Wiener Platz an den Start gehen. Allerdings gab es Probleme beim Umbau der 3 000 Quadratmeter großen Fläche, die sich im Erdgeschoss und in der ersten Etage erstreckt (die SZ berichtete).

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Filialleiter Maik Köhler sieht das Ganze allerdings gelassen. „Wir konnten die Verzögerung mit einer neuen, kleinen Filiale in Leipzig gut ausgleichen, sodass wir niemanden entlassen mussten.“ Seit August 2017 wohnt der 27-Jährige in Dresden, seit März dieses Jahres ist er Filialleiter des neuen Geschäfts in der Landeshauptstadt. Als er vor einem Jahr herkam, stand bereits das gesamte Team fest, das dann zumindest vorübergehend in Leipzig Arbeit hatte. „Dass sich eine Neu-Eröffnung so lange hinauszögert, war für uns zwar eine neue Situation. Aber es war ja auch immer klar, dass wir den Standort in Dresden aufmachen.“

An diesem Donnerstag öffnen sich an der Westseite des Kugelhauses zum ersten Mal die Türen für die Dresdner. Hier finden sie Ausrüstung für insgesamt 70 Sportarten, mehr als 35 000 Artikel liegen in Regalen oder hängen an Kleiderständern. Tatsächlich richtet sich jede einzelne Filiale an den Sportgeschmack der jeweiligen Stadt. „In Dresden setzen wir vor allem auf den Bergsport und Ausrüstung für Wintersportarten“, sagt Köhler. Mit einer entsprechenden Marktanalyse ermittelt das Unternehmen an jedem Standort, welche Sportstätten und Freizeitmöglichkeiten es in der Stadt gibt, und in welchem Alter die Sportler im Schnitt sind.

Aufgrund der zahlreichen Wandermöglichkeiten, wie etwa im Elbsandsteingebirge oder im Erzgebirge, liege es nahe, Trekkingschuhe, Wanderhosen und Rucksäcke anzubieten. Hier spielen Köhlers eigene Erfahrung eine entscheidende Rolle, denn er kommt selbst aus dem sächsischen Erzgebirgsstädtchen Zwönitz. Im Winter kaufen Sachsen Langlaufski, um in den Mittelgebirgen zu fahren, sagt der Fachmann, der seit 2016 für Decathlon unter anderem in Chemnitz gearbeitet hat. „Für den Skiurlaub ist aber auch Ausrüstung im Bereich Ski Alpin gefragt.“

Trotz aller Analysen sei es aber schwer, sich in Dresden auf wenige Sportarten festzulegen. „Dafür ist das Angebot einfach zu groß.“ Voll im Trend liege derzeit – nicht nur, aber insbesondere in Dresden – der Triathlon. Für die Ausrüstung der Triathleten gibt es ein eigenes Regal, bestückt mit Neopren-Schwimmanzug, Schwimm- und Laufschuhen, abgepackten Riegeln, die für die Sportler unterwegs schnelle Energie liefern. Ein Bestseller unter den Decathlon-Artikeln ist übrigens eine spezielle Tauchmaske, die das Atmen durch Mund und Nase erlaubt. In der Dresdner Filiale kann das in einem Wasserbecken getestet werden.

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Passend zum Namen Decathlon wird es auf dem Wiener Platz von Donnerstag bis Sonnabend eine Art „Zehnkampf“ geben, verrät Maik Köhler. Er rechnet mit mehreren Tausend Besuchern an den ersten Eröffnungstagen. Beim Zehnkampf gilt es, Aufgaben an zehn Stationen zu lösen. Darunter auch Korbwerfen mit den Dresden Titans, die am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr auch Autogramme geben.