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Deeskalation gescheitert

Pegida-Chef Bachmann ist einem Gespräch zu der Morddrohung von Demonstranten in der Kreuzkirche ausgewichen.

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© dpa

Drei Pegida-Protestler sollen am Ostermontag zwei Mitarbeiter der Kreuzkirche bedroht haben. Anlass war das Geläut zum Friedensgebet kurz vor 17 Uhr, während Pegida am Altmarkt demonstrierte. Darüber beschwerten sich Leute in der Kirche. Sie sagten den Helfern, sie müssten sich nicht wundern, wenn ihnen draußen die Kehlen durchgeschnitten würden.

Superintendent Christian Behr in der Kreuzkirche Dresden.
Superintendent Christian Behr in der Kreuzkirche Dresden. © Sven Ellger

Nach einer Anzeige von Superintendent Christian Behr ermittelt die Polizei wegen Bedrohung und sucht nach den Verdächtigen. Gestern gab es in der Polizeidirektion den Versuch, die angespannte Situation zu deeskalieren, als Pegida-Chef Lutz Bachmann dort zur Vorbereitung der Kundgebung am nächsten Montag war. Am Rande vermittelten die Beamten ein kurzes Gespräch zwischen ihm und einem Polizeiseelsorger.

Superintendent Behr bestätigte auf Nachfrage, dass der Polizeiseelsorger dem Pegida-Gründer den Anlass für das Läuten erklärt habe. Das montägliche Friedensgebet findet schon seit 30 Jahren statt. Außerdem habe der Seelsorger Bachmann die Gelegenheit geben wollen, sich von den Gewaltäußerungen in der Kreuzkirche zu distanzieren, so Behr. Der Pegida-Chef habe es abgelehnt, sich zu der Sache zu äußern, solange nicht geklärt sei, wer die Täter waren. Auch von den Gewaltäußerungen habe sich Bachmann nicht distanziert. „Das hätte er auch tun können, wenn es nicht die eigenen Leute gewesen sind“, so Behr.

„Ich habe keine Ahnung, wo das herkommt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen“, so Bachmann am Abend. (lex/awe)

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