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Pirna

Defekte Kläranlage läuft wieder

Eine kaputte Turbine legte das Klärwerk in Cunnersdorf für Tage lahm. Jetzt konnte Ersatz geliefert werden.

Die Kläranlage in Cunnersdorf stand mehrere Tage still.
Die Kläranlage in Cunnersdorf stand mehrere Tage still. © Archiv/ Norbert Millauer

Anwohner in Cunnersdorf können aufatmen. Die Störung in der Kläranlage, die den Betrieb in der vergangenen Woche lahmlegte, ist behoben. Im Cunnersdorfer Klärwerk war eine Turbine ausgefallen, die das Abwasser in der Reinigungsphase belüftet. Durch den Defekt könnte das Abwasser, das automatisch in die Kläranlage geleitet wird, nicht mehr aufbereitet werden. Es war kein geregelter Betrieb mehr möglich.

Seit Donnerstag arbeitet die Kläranlage nun wieder. Das Abwasser kann wie gewohnt in das 200 Kubikmeter fassende Becken laufen, in dem Bakterien die organischen Bestandteile im Abwasser abbauen und es reinigen, teilt Sylke Hermann von der Veolia Wasser Deutschland GmbH mit. Das Unternehmen kümmert sich im Auftrag der Gemeinde Gohrisch um den Betrieb des Klärwerkes. Bei der täglichen Kontrolle sei ein erhöhter Ölverlust am Turbinengetriebe festgestellt worden. Da sich dieses Bauteil unmittelbar im Abwasser befindet, musste zunächst das Becken geleert werden. Erst danach konnte mit den Reparaturarbeiten begonnen werden. Bis die Turbine wieder lief, musste das Abwasser abgepumpt und per Lkw in ein benachbartes Klärwerk transportiert werden. Etwa 120 Kubikmeter Schmutzwasser waren täglich angefallen.

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Die Abwasserbehandlung in der Gemeinde Gohrisch erfolgt an insgesamt zwei Standorten: in Kleinhennersdorf und in Cunnersdorf. „Beide Anlagen sind in die Jahre gekommen“, wie Veolia-Sprecherin Sylke Hermann sagt. Wie auch die Turbine, die deutliche Verschleißspuren zeigt und schon mehrere Male repariert werden musste. Deshalb sei ein neues Getriebe bestellt worden, um den reibungslosen Kläranlagenbetrieb auch in Zukunft sicherstellen zu können.

Dass die kaputte Turbine so schnell ausgetauscht wurde, daran hat auch der Gohrischer Gemeinderat mitgewirkt. Bürgermeister Heiko Eggert (parteilos) rief am Dienstag eine außerplanmäßige Sondersitzung ein. Die Räte sollten dabei grünes Licht für die Reparatur im Klärwerk geben. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 15 000 Euro.

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