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Sachsen

Defender-Militärmanöver wird beendet

Die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte seit 25 Jahren muss wegen Corona vorzeitig eingestellt werden.

3.000 amerikanische Soldaten sollten sich mit rund 1.500 Fahrzeugen durch Sachsen bewegen. Nun werden sie nach und nach wieder nach Hause geschickt.
3.000 amerikanische Soldaten sollten sich mit rund 1.500 Fahrzeugen durch Sachsen bewegen. Nun werden sie nach und nach wieder nach Hause geschickt. © dpa-Zentralbild

Niesky. Die von den USA geführte Militärübung "Defender Europe 20" wird wegen der Corona-Epidemie kontrolliert eingestellt. "Nach meiner Kenntnis ist die Entscheidung seitens der Amerikaner gefallen, jetzt geordnet diese Übung zu beenden", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin.

Nach seinen Angaben sind maximal 5.500 US-Soldaten über Deutschland eingereist. Schiffe auf dem Weg nach Deutschland seien umgelenkt worden. Abgesagt seien von deutscher Seite "alle aktiven Übungsanteile". Die Bundeswehr leiste nun logistische Unterstützung dabei, die US-Kräfte geordnet zurückzuführen.

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"Defender Europe 20" ist als die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte seit 25 Jahren angelegt gewesen. Nach bisherigen Planungen sollten insgesamt 20 000 Soldaten über den Atlantik geschickt werden. Insgesamt waren 37.000 Teilnehmer vorgesehen. Ursprünglich sollten sich ab Mitte März und nach Ostern 3.000 amerikanische Soldaten mit rund 1.500 Fahrzeugen durch Sachsen bewegen. Ab der 12. Kalenderwoche sollte der erste Teil von ihnen auf dem als Servicepunkt eingerichteten Truppenübungsplatz Oberlausitz rasten und übernachten. (dpa/SZ)

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