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Deinege bittet Merkel um Unterstützung

Mit einem Brief an die Kanzlerin ergreift der Oberbürgermeister von Görlitz die Initiative. Es geht um Siemens und Bombardier.

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© dpa

Von Sebastian Beutler

Görlitz/Berlin. Oberbürgermeister Siegfried Deinege fordert mehr Unterstützung von Land und Bund für Görlitz bei der Bewältigung des Strukturwandels. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel schilderte der Görlitzer Rathauschef die angespannte Situation wegen der Unsicherheiten bei den beiden größten industriellen Arbeitgebern der Stadt, Siemens und Bombardier. Zwar arbeiten in beiden Werken derzeit knapp 3 300 Beschäftigte, doch sind ihre Arbeitsplätze unsicher. Siemens denkt sogar darüber nach, das Werk bis 2021 zu schließen. Einzelheiten soll es am Donnerstag geben.

Deinege beklagte vor Journalisten am Freitag die fehlende Lobby für Görlitz und die Region. Deswegen habe er sich an Merkel gewandt, um mit ihr und ihren Mitarbeitern ins Gespräch darüber zu kommen, welche Möglichkeiten der Unterstützung bestehen. Deinege sieht noch nicht das Ende des Industriezeitalters in Görlitz angebrochen. Siemens und Bombardier müssten sich auf ihre Stärken konzentrieren, weitere Produkte entwickeln und neue Wege gehen. Dann würde es auch wieder neue Chance geben – für die Werke selbst wie auch für die Zulieferer.