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Demo für Seenotrettung

Ein Dresdner FDP-Politiker ruft zu einer Demonstration für die weitere Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer auf - an symbolträchtiger Stelle. 

Martin Wosnitza.
Martin Wosnitza. © Sven Ellger

Von Kay Haufe

Dieser Standort ist symbolträchtig: Am Joseph-Herrmann-Denkmal, unterhalb des Körnerplatzes, wollen der Loschwitzer FDP-Stadtbezirksrat Martin Wosnitza und Axel Steier, der Vorsitzende der Seenotrettungsorganisation Mission Lifeline, eine Demonstration für die weitere Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer organisieren. Sie soll am 23. Februar von 10 bis 15 Uhr an dem auch als Senfbüchse bekannten Denkmal stattfinden. Wosnitza hatte sie am Dienstag beim Ordnungsamt angemeldet.

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Die Senfbüchse war 1869 vom Dresdner Bildhauer Joseph Herrmann zum Andenken an seinen Vater Joseph Dominik Herrmann errichtet worden. Der Vater, ebenfalls Künstler, hatte 1799 zwei Schiffer auf der Elbe beobachtet, die mit ihrem Boot ins Eis geraten waren. Er erkannte die Gefahr, folgte ihnen mit einem Pferd und konnte sie mit Seilen aus dem Fluss retten.

Anlass für die Demonstration war eine Pressemitteilung der Freien Wähler, die Mission Lifeline den Status der Gemeinnützigkeit aberkennen wollen. Damit ginge ihnen möglicherweise auch finanzielle Unterstützung verloren.

"Ich möchte im Ortsbeirat Loschwitz, der am heutigen Mittwoch tagt, dafür werben, dass möglichst viele Teilnehmer kommen", sagt Martin Wosnitza.

Er wolle zeigen, dass am Elbhang viele Menschen Mitgefühl zeigen und die Arbeit von Mission Lifeline unterstützen. Die Demo findet an der Friedrich-Wieck-Straße statt, fast gegenüber vom Buchhaus Loschwitz. Das wird von Susanne Dagen geführt, die für die Freien Wähler für die Stadtratswahl antritt.