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„Den schnappen wir uns“

Am 1. September soll in Chemnitz eine SPD-Gruppe von mehreren Männern verfolgt und angegriffen worden sein.

© dpa

Dresden. Die Debatte über die rechtsradikalen Demonstrationen und ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz dauert an. Während Verfassunsschutzpräsident Maaßen begründungslos an der Echtheit eines Videos zweifelt und damit massive Kritik auslöste, bestätigte eine sozialdemokratische Reisegruppe aus Marburg bestätigte Berichte über Hetzjagden in Chemnitz.

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Drei Zeugen berichteten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, sie seien am 1. September nach einer Demonstration unter dem Motto „Herz statt Hetze“ von 15 bis 20 Männern im Laufschritt bestürmt, angegriffen und geschlagen worden. Einige Mitglieder ihrer Gruppe seien geflohen. Die Angreifer hätten ihnen mit dem Ruf „Deutschland-Verräter!“ nachgesetzt.

Zu den Fliehenden habe auch ein Mitglied der Reisegruppe gehört, das den Angreifern „nicht deutsch genug aussah“. Diesem Mann seien die Angreifer mit den Worten „den schnappen wir uns“ hinterhergerannt, allerdings ohne ihn zu erreichen.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bestätigte laut der Zeitung, dass er über diesen Vorfall informiert war, als er am 5. September in einer Regierungserklärung bestritt, dass es in Chemnitz „Hetzjagden“ oder einen „Mob“ gegeben habe. Er habe seine Formulierung aber dennoch gewählt, weil „Demokraten durch Wortwahl zur Beruhigung beitragen“ sollten. (szo/epd)

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