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Den Traum vom eigenen Friseursalon erfüllt

Susan Dutschmann hat sich in Rammenau selbstständig gemacht. Ein Neuling ist die Friseurmeisterin aber nicht.

Von Manuela Paul
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Susan Dutschmann in ihrem Element: Die Friseurmeisterin kümmert sich gern um die Haare ihrer Kunden. In ihrem neuen Salon ist sie nicht länger Einzelkämpferin, sondern mit Mitarbeiterin Anne Kühne „ein klasse Team“.
Susan Dutschmann in ihrem Element: Die Friseurmeisterin kümmert sich gern um die Haare ihrer Kunden. In ihrem neuen Salon ist sie nicht länger Einzelkämpferin, sondern mit Mitarbeiterin Anne Kühne „ein klasse Team“. © Steffen Unger

Rammenau. Schneiden, föhnen, färben – wer Spezialisten fürs Haar braucht, findet seit ein paar Monaten an der Hauptstraße in Rammenau Hilfe. In Susan Dutschmanns Haarschneiderei. Die ist ein echter Hingucker: Anthrazitfarbene Bodenfliesen, schwarze Stühle, helle Wände, grüne Pflanzen. Alles ist modern, jung und einfallsreich in ihrem neuen Salon. In diesem angenehmen Ambiente mit Wohlfühlcharakter zaubert die Friseurin unterschiedlichste Looks auf weibliche wie männliche Köpfe.

Eigentlich ist die 38-jährige Rammenauerin schon ein richtig alter Hase in der Branche. Seit ihrer Lehre, in der sie ihr Handwerk von der Pike lernte, setzt sie bei der Kundschaft die Schere an. Und sie tut es nach über zwei Jahrzehnten noch immer richtig gern. Kein Wunder. Friseurin ist Susan Dutschmanns absoluter Traumberuf. Den wollte sie schon von Kindesbeinen an erlernen, verrät die liebenswerte, junge Frau. Ein Praktikum, welches sie als Schülerin in einem Friseurgeschäft absolvierte, habe sie in ihrem Wunsch bestärkt. „Das war genau das, was ich machen wollte.“

Deshalb ist die Rammenauerin auch glücklich, dass sie seinerzeit auf Anhieb eine Lehrstelle fand – was Ende der 1990er-Jahre durchaus keine Selbstverständlichkeit war. Nach der Lehre arbeitete sie zunächst als Angestellte, später selbstständig. „Ich war zwei Jahre lang als mobile Friseurin unterwegs“, erzählt die junge Frau. Der Service kam gut an. „Für mich war das mobile Geschäft damals genau richtig. So konnte ich meine Zeit sehr gut einteilen“, sagt Susan Dutschmann. Denn die zierliche Unternehmerin ist nicht nur Haarkünstlerin, sondern auch Mutter zweier Kinder. Mit dem mobilen Gewerbe ließen sich Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen. Nebenbei drückte sie noch die Schulbank. Denn, um einen eigenen Salon eröffnen zu können, braucht man in Sachsen den Meisterbrief, verrät die Geschäftsfrau. 2015 hatte sie ihn schließlich in der Tasche. Auch dank der „wahnsinnig tollen Unterstützung meines Lebensgefährten“. Wenn sie samstags und montags den ganzen Tag in der Meisterschule saß, kümmerte er sich darum, dass zu Hause alles rund lief. „Das war eine große Erleichterung.“

Terminbuch gut gefüllt

Ihren ersten eigenen Laden richtete sie im elterlichen Wohnhaus ein. Dort hatte ihr Papa einen Raum für sie umgebaut. Sie startete als Einzelkämpferin mit zwei Frisierplätzen. Etwa ein Jahr später entschieden sich Susan Dutschmann und ihr Lebensgefährte, ein eigenes Haus zu bauen. Gleich neben den Eltern. Und dort sollte gleich ein Salon mit angebaut werden. Der Laden mit den vier Plätzen ist längst in Betrieb, nur im Außenbereich gibt’s noch zu tun. Sobald das Wetter passt, werden beispielsweise die Parkplätze befestigt.

Den Standort direkt an der Hauptstraße findet die Friseurmeisterin perfekt. Zumal ihr Geschäft jetzt als solches ins Auge fällt. Das beschert der Rammenauerin auch Laufkundschaft, obwohl ihr die vielen Stammkunden die Treue halten. Das zeigt ein Blick ins gut gefüllte Terminbuch. In ihrem neuen Domizil ist Susan Duschmann nicht länger Einzelkämpferin. Seit Dezember vorigen Jahres arbeitet Anne Kühne an ihrer Seite. Darüber freut sich die Chefin sehr. „Wir sind echt ein klasse Team.“

Besonderen Wert legt die Rammenauerin darauf, dass es bei ihr harmonisch und persönlich zugeht. Sie will keine Massenabfertigung. Frisiert wird montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr. „Da findet sicher jeder einen Termin. Das Wochenende bleibt bei ihr tabu. „Da soll Zeit für die Familie sein.“