merken

Radebeul

Den Wert der Stadt nicht verramschen

Peter Redlich über den Ärger um Bauten in Radebeul. Ein Kommentar.

Peter Redlich
Peter Redlich © SZ-Fotomontage

Beim Rundgang mit Handwerksmeister Robert Bialek sprachen uns immer wieder Bürger an – auf die Neubauten, die jetzt vielerorts in Radebeul entstehen. Warum lässt die Stadt so etwas zu?

Radebeuls Baubürgermeister Jörg Müller hat darauf geantwortet: Weil es die Gesetze hergeben, diese bis eben zur Schmerzgrenze auszunutzen. Was ist heute anders als zu Zeiten, als noch in großen Gärten Villen gebaut wurden, die Radebeul als Gartenstadt ausmachen. Damals wollten die Bauherren fast immer selbst einziehen. Sie wollten Grün um sich herum haben und den Bürgern der Stadt zeigen, was sie Schönes zustande bringen. 

Shopping und Events im ELBEPARK Dresden

180 Läden und Filialen und umfassende Serviceleistungen sorgen beim Shopping für ein Erlebnis. Hier stehen Ihnen 5.000 Parkplätze zur Verfügung.

Heute sind die Bauherren nicht selten Investoren, die im Bunde mit Maklern den höchstmöglichen Gewinn aus dem Bauobjekt ziehen wollen. Auch das ist nicht ungesetzlich. Aber es zerstört unsere Gartenstadt – jedenfalls dann, wenn dem weiter nahezu tatenlos zugesehen wird. Deshalb ist zu begrüßen, dass sich Protest erhebt und Stadt sowie Stadtrat, aber auch Architekten und Grundstückseigentümer zum Nachdenken gezwungen werden. Radebeuls Stadtlandschaft ist zu wertvoll, sie zu verramschen.

E-Mail an Peter Redlich

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

„Das passt einfach nicht zur Gartenstadt“

Eine Rundfahrt mit dem Radebeuler Handwerksmeister Robert Bialek – und dessen Aufforderung an Bauherrn, Architekten und die Stadt.