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Denkpause zur Bahnhofstraße

Nach teils hitzigen Diskussionen zur Zukunft der Einkaufsstraße will die Stadt noch einmal komplett neu überlegen.

© Matthias Schumann

Von Nina Schirmer

Radebeul. Der Ausbau der Bahnhofstraße verschiebt sich nach hinten. „Eine Bauzeit 2019 ist vom Tisch“, sagte Baubürgermeister Jörg Müller kürzlich. Die Stadt gönne sich eine kreative Denkpause, um noch einmal neu zu überlegen, was durch den Umbau eigentlich erreicht werden soll. Die Verwaltung wolle auch noch einmal intensiv das Gespräch mit den ansässigen Händlern suchen, bevor weiter geplant wird, so Müller.

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Zuletzt hatte es teils hitzige Diskussionen über die Zukunft der Straße gegeben. Vor allem wurde darüber gestritten, ob die alten Bäume gefällt werden sollen, um mehr Raum für einen Wochenmarkt und Parkplätze zu schaffen. Die Meinungen dazu gingen weit auseinander. Ein Kompromiss schien nicht möglich. Die anstehende Entscheidung im Stadtrat wurde vertagt.

Bei all den Diskussionen habe man das eigentliche Ziel des Sanierungsgebietes aus den Augen verloren, sagte Oberbürgermeister Bert Wendsche. Deshalb sei es sinnvoll, nun einen Moment innezuhalten. „Auf ein halbes Jahr mehr Bedenkzeit kommt es jetzt nicht an“, so der OB. Schließlich solle auf der Bahnhofstraße mindestens für die nächsten 50 Jahre gebaut werden. Weder die Bäume noch der Wochenmarkt seien allein das Sanierungsziel. Zuletzt habe es nur noch einen Streit um Symbole gegeben.

Bei der Sanierung soll es darum gehen, die Bahnhofstraße für die Händler und die Kunden zu einer belebten Einkaufsstraße zu gestalten, sagte Wendsche. Um das zu erreichen, müssten jetzt erst einmal Emotionen wieder runtergebracht werden, um die Diskussion und künftigen Planungen zu versachlichen.