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Gesundheit

Depression: Vorsicht bei Online-Therapien

Zur Behandlung von Depressionen gibt es digitale Hilfsangebote. Experten raten zur Vorsicht. Sie ersetzen nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung.

© dpa/Julian Stratenschulte (Symbolfoto)

Berlin. Bei Depressionen versprechen verschiedene Online-Programme Hilfestellung. Betroffene sollten sie aber nicht nutzen, ohne sich vorher ärztlichen Rat geholt zu haben. Darauf weist die Fachgesellschaft DGPPN hin. Eine korrekte Diagnose sei immer eine wichtige Grundlage, um psychische Erkrankungen effektiv zu behandeln.

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Programme zur Online-Psychotherapie bestünden oft aus mehreren Modulen und müssten vom Teilnehmer etwa ein- bis zweimal in der Woche bearbeitet werden. Sie könnten zum Beispiel helfen, die Wartezeit auf einen Therapieplatz zu überbrücken oder als Begleitmaßnahme zu einer Therapie erfolgreich eingesetzt werden, erklärt die Medizinerin Iris Hauth, die im Vorstand der DGPPN sitzt. Die Wirksamkeit einzelner Programme sei bei leichten bis mittelschweren Depressionen auch nachgewiesen, ergänzt die Expertin.

Wohlfühl-Apps ersetzten keine Behandlung

Eine internetbasierte Verhaltenstherapie sollten indes nicht mit Präventionsapps zu Stressbewältigung oder für mehr Achtsamkeit im Alltag verwechselt werden - diese könnten zwar dazu beitragen, die psychische Gesundheit vorbeugend zu fördern. In dem Moment, in dem erste Symptome für eine Depression eintreten, sind sie allerdings unzureichend, erläutert die DGPPN.

Die unterschiedlichen Online-Programme zu Selbsthilfe und Psychotherapie seien meist kostenpflichtig. Einzelne Krankenkassen übernehmen laut DGPPN zum Teil auch die anfallenden Kosten. Die klassischen Symptome einer Depression sind eine allgemein depressive Stimmung, der Verlust von Interesse und Freude und eine erhöhte Müdigkeit. Wer das länger als zwei Wochen spürt, sollte zum Arzt gehen. (www.psychiater-im-netz.org). (dpa-tmn)