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Der Ärger sitzt noch tief

Die Stadt Stolpen hatte die Gebühren für die Turnhallen erhöht. Das wird nun wieder geprüft und sorgt für Kritik.

© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

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Stolpen/ Langenwolmsdorf. Der Sportverein Langenwolmsdorf hadert noch immer mit den gestiegenen Gebühren für die Nutzung der Turnhalle. Ihren Unmut brachten die Sportler bei der letzten Stadtratssitzung auf den Tisch. Nicht ohne Grund.

Die höheren Gebühren wurden im November 2017 beschlossen und gelten seit dem 1. Januar 2018. Das Ganze soll nun wieder überprüft werden. Deshalb kann es sein, dass die Gebühren noch einmal ansteigen, gleich bleiben oder vielleicht auch wieder sinken. Letzteres halten auch die Sportler für ungewiss. Sie fühlen sich jedenfalls ungerecht behandelt und forderten deshalb Rechenschaft im Stadtrat.

Der Neubau der Turnhallen schlägt auf die Betriebskosten zurück
Zuerst wurde die Turnhalle in Langenwolmsdorf neugebaut und dann die in Stolpen saniert und erweitert. Daraus resultieren nicht nur die Baukosten, sondern auch höhere Betriebskosten. Die kann die Stadt nicht umlegen, aber die Sportler als Nutzer daran beteiligen. Nach der neuen seit Januar 2018 geltenden Satzung müssen Vereine der Stadt Stolpen mit Erwachsenen insgesamt 15 Euro pro Stunde für die Nord-Turnhalle als auch für die Süd-Turnhalle bezahlen. Bisher waren es sechs Euro beziehungsweise vier Euro. Auswärtige zahlen 25 Euro, bisher 8,50 Euro. Vereine mit Kindern und Jugendlichen zahlen insgesamt einen Euro. Teurer wurde es auch für die Nutzer der Sporthalle in Langenwolmsdorf. Vereine mit Erwachsenen zahlten in Langenwolmsdorf bislang fünf Euro. Ab Januar 2018 sind es zehn Euro. Ortsfremde Vereine zahlen 20 Euro, statt 7,50 Euro.

Die Sportler fühlen sich unfair behandelt

Die Langenwolmsdorfer Sportler haben viele Fragen, vor allem weshalb die Gebühren verdoppelt wurden. Insgesamt zehn Euro für vier Stunden seien zum Beispiel für die Sportfrauen zuviel und auch für die Senioren. Und sie sehen sich zuwenig in den Prozess eingebunden. „Bei der Neufassung der Gebührensatzung sollten die Sportvereine mit einbezogen werden. Das ist nicht geschehen“, behauptet Matthias Otto vom Sportverein Langenwolmsdorf. Man fühle sich hintergangen. Doch offenbar ist da tatsächlich einiges schief gelaufen. Aus Sicht der Stadtverwaltung habe es ausreichend Gespräche mit den Sportvereinen gegeben. In diesen habe man die neue Gebührenordnung erklärt, sagte Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Und deshalb sie man auch davon ausgegangen, dass die Neuregelung so von den Vereinen zur Kenntnis genommen werde. CDU-Fraktionschef Roman Lesch verwies darauf, dass es zwei Gesprächsrunden mit den Sportvereinen gegeben hätte. Nur Stolpen habe das Angebot angenommen, weder Langenwolmsdorfer noch Lauterbacher Vertreter hätten daran teilgenommen. Und an diesem Punkt scheiden sich offenbar die Geister. Denn in Langenwolmsdorf will man nichts von den Treffen gewusst haben. Über das Wie und Warum gibt es noch keine Aufklärung. Zumindest dürfte das Problem nun hinreichend bekannt sein.


Vor neuer Satzung legt die Stadtverwaltung die Zahlen offen

Stolpens Bürgermeister verwehrt sich gegen den Vorwurf, dass eingenommene Geld könnte irgendwo versickern. „Das Geld, was wir einnehmen, verschwindet nicht. Es geht in die Unterhaltung der Turnhallen“, sagt er. Vor einer neuen Gebührensatzung werde es eine Anhörung bei den Vereinen geben. Außerdem werde die Stadt die Zahlen offen legen. Nach einer ersten Einschätzung werden es aber keine Gebührenerhöhung geben.