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Gesundheit

Der Allrounder unter den Heilpflanzen?

Seit 2017 ist der Kauf von medizinischem Cannabis erlaubt. Höchste Zeit, einmal genauer hinzuschauen.

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Neuronales Netzwerk © Gerd Altmann

Wir schauen uns an, was CBD-Öl überhaupt ist und ob sowie welche Studien es gibt, die seine Wirksamkeit belegen und beschreiben.

Schwindel oder Wundermittel?

Cannabidiol, kurz CBD, wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Als Bestandteil des arzneilich genutzten Hanfextrakts Nabiximols, der beispielsweise auch bei multipler Sklerose eingesetzt wird, hat CBD aus medizinischer Sicht durchaus seine Daseinsberechtigung. Während einige von Marketingschwindel reden, preisen andere CBD-Öl als Wundermittel an. Höchste Zeit, die Wirksamkeit von CBD-Öl einmal kritisch zu betrachten.

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Was ist CBD-Öl eigentlich?

Bei CBD handelt es sich um einen Wirkstoff, der aus dem weiblichen Hanf gewonnen wird. Cannabidiol werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Vor allem für Schmerzpatienten sowie Menschen mit Multipler Sklerose und Psychosen verspricht das Hanföl ein besseres Wohlbefinden. Dass Cannabidiol aus medizinischer Sicht tatsächlich einen hohen Nutzen haben kann, beweist das Endocannabinoid-System (ECS). Dieses bislang unbekannte Areal im menschlichen Körper entdeckten Forscher als sie erklären wollten, wie und warum sich CBD positiv auf den Organismus auswirken kann. Mittlerweile gibt es das aus dem weiblichen Hanf gewonnene Cannabinoid nicht nur in Arzneimittel in den Apotheken, beispielsweise ist das Öl inzwischen freiverkäuflich (z.B. CBD Öl bei Five Bloom kaufen)

Wirksamkeit mit Endocannabinoid-System (ECS) bestätigt

Es war das Jahr 1987, als Professor Allyn Howlett von der Saint-Louis-Universität in Missouri (USA) herausfand, dass die Wirkweise von Cannabinoiden durch körpereigene Rezeptoren zustande kommt. Zu den bekanntesten Rezeptoren gehören (der Cannabinoid-Rezeptor 1=CB1 und der Cannabinoid-Rezeptor 2=CB2)

Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1):

· befindet sich im zentralen Nervensystem sowie im Nervensystem des Darms

Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2):

· befindet sich auf Zellen des menschlichen Abwehrsystems und auf Knochenstoffwechsel regulierenden Zellen

Als Teil des Endocannabinoid-Systems (ECS) helfen sie bei der Regulierung von Körperabläufen und nehmen Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung, das Immunsystem, die Entstehung von Ängsten, die Regulation von Hunger, Schlaf und Körpertemperatur sowie auf die Stimmungslage. Der Körper bildet einerseits selbst Stoffe, so genannten Endocannabinoide, welche sich auf das System auswirken. Aber eben auch die molekular ähnlich strukturierten Cannabinoide aus Hanfgewächsen können einen wirkungsvollen Beitrag leisten. Bekanntester Vertreter ist Anandamid, das vor allem im zentralen Nervensystem zu finden ist. Dort wirkt es schmerzstillend und stimmungsaufhellend, ähnlich wie ein Antidepressivum.

Durch die Interaktion mit Cannabinoid-Rezeptoren konnten Wissenschaftler einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Gesundheit sowie der heilenden Wirkung von CBD-Öl nachweisen. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, in welchen Bereichen CBD einen positiven Einfluss nehmen kann.

Bei diesen Erkrankungen kann CBD-Öl unterstützend wirken

Zwischenzeitlich gibt es einige Studien, welche belegen, dass CBD-Öl bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten hilfreich sein kann. Zu diesen gehören etwa

  • Fibromyalgie
  • Multipler Sklerose (Linderung von spastischen Lähmungen, Ermüdungserscheinungen und Schmerzen)
  • Alzheimer (Verlangsamung degenerativer Prozesse im Gehirn)
  • Allergien (Reaktion des Immunsystems auf Allergene wird unterdrückt)
  • Asthma (entzündungshemmende Wirkung auf die Bronchien)
  • Krebs (Einschränkung von Lebensfähigkeit, Wachstum und Verbreitung der Tumorzellen)
  • Epilepsie (Einschränkung der Häufigkeit von Anfällen)
  • Depressionen (Motivationssteigerung)
  • Schizophrenie (Regulierung der Wahrnehmungsstörungen sowie eine deutliche Minderung dieser)

Auch Studien zur Wirksamkeit von CBD-Öl bei Angststörungen wurden mittlerweile durchgeführt. Trotzdem gilt: Behandlungen und Dosierungen immer mit dem Arzt besprechen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteurin S. Tillmannt.

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