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Der Altmeister zögert

Maximilian Levy überzeugt zwar bei der Bahnrad-WM mit Bronze, hält sich aber ansonsten bedeckt.

© dpa

Von Thomas Juschus

Er ist wieder da. Nach dem emotionalen EM-Titel im Oktober auf seiner Heimbahn in Berlin musste sich Maximilian Levy in seinem achten WM-Finale nur dem Kolumbianer Fabian Puertas Zapata und dem Japaner Tomoyuki Kawabata beugen. „Ich bin natürlich unheimlich stolz, im hohen Rennfahreralter noch mal eine Medaille gewonnen zu haben. Es ist das schönste Bronze meiner Karriere“, sagte der Berliner, der für den RSC Cottbus und das Chemnitzer Team Erdgas startet.

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Seit 2006 fährt er auf Spitzenniveau und gewann bei der zwölften Elite-WM die zehnte Medaille. Beinahe schon abgeschrieben, ist der 30-Jährige nach den Rücktritten der vergangenen Monate von Max Niederlag aus Heidenau, Erik Balzer aus Spremberg und Tobias Wächter aus Düsseldorf in der deutschen Auswahl erneut äußerst gefragt und unterlegt das auch mit seinen Leistungen.

„Das vergangene halbe Jahr war für ihn so stabil wie lange nicht mehr“, lobte Bundestrainer Detlef Uibel seinen Schützling und plant mit ihm bis Olympia 2020 in Tokio. Dafür will er seinem Querdenker auch weiter Freiheiten zugestehen. „Die bekommt er bereits, seit er Familie hat, und erhält sie weiter. Er missbraucht das nicht.“

Auch Ehefrau Madeleine, ehemalige Radrennfahrerin und Starterin 2012 in London, gab ihrem Mann schon grünes Licht für die vierten Sommerspiele nach 2008, 2012 und 2016, bei denen er eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gewann: „Klar, manchmal kotzt es mich schon an, allein zwei Kinder sowie Haus und Hof zu hüten. Aber Tokio kann er noch machen.“

Der Oldie wollte sich nach WM-Bronze von Apeldoorn nicht festlegen und genoss nur den Moment. „Mein Blick ging nach dem EM-Titel allein auf diesen Tag. Das Pendel schlägt weder in die eine noch andere Richtung. Es wäre falsch, jetzt in der Emotion etwas zu sagen“, sagte der Routinier, den nach seinem folgenschweren Sturz bei der WM 2014 in Cali besonders seine Familie auffing. Mit ihr entscheidet er auch über seine sportliche Zukunft. (dpa)

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