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Der Bahnhof von einst

© Bernd Goldammer

Der Modelleisenbahnclub zählte mehr als 300 Besucher in seiner Ausstellung und ist zufrieden.

Von Bernd Goldammer

Arnsdorfs Plattenbauschule avancierte am Wochenende zum Besuchermagneten. Hier lief die diesjährige Ausstellung des hiesigen Modelleisenbahn-Clubs. Der Andrang war groß. Schon als Sonnabend früh um 10 Uhr das Kommando „Fahrt frei“ erklang, war die große Eisenbahnplatte des Clubs dicht umringt. Bis Sonntagnachmittag ging es hier rund. „Wir führen unsere Ausstellung jährlich durch. Mit den Jahren ist daraus eine feste Tradition geworden. Dabei geht es uns vor allem darum, den Austausch mit Gleichgesinnten in der Region anzuregen und neue Mitglieder zu werben“, so Norbert Martsch.

Dieses Anliegen ist aufgegangen. Vor allem die jüngeren Besucher freuten sich über die hier vorhandenen Selbstfahrmöglichkeiten. In den Vereinsräumen der ehemaligen Mittelschule konnten sie selbst am Steuerpult sitzen und Züge durch die Miniaturlandschaft fahren lassen. So mancher bekam dabei leuchtende Augen.

Der Bahnbetrieb spielte sich auf einer Nachbildung der einstigen Bahnhofsanlage ab. Der beliebte Arnsdorfer Bahnhof stand dabei im Mittelpunkt. An ihm defilierten Modelbahnzüge mit vielen Anhängern vorbei. In der Fantasie der spielenden Besucher fuhren sie in Richtung Görlitz, Zittau Bischofswerda oder umgekehrte Richtung nach Radeberg und Dresden. Einige Modelbahnfreunde konnten auch ihre eigenen Modelle auf die H0-Vereinsanlage setzen. Das begeisterte die Fans.

Und an die bewegte Geschichte des Arnsdorfer Bahnhofes wurde dabei auch erinnert. MEC-Chef Michael Bachmann: „Dort wurde unser Club 1983 aus der Taufe gehoben. Unsere erste Ausstellung fand 1990 in der damaligen Bahnhofsgaststätte statt. Viele Kinder und Jugendliche gingen bei uns ein und aus. Bedauerlicherweise wurde der Bahnhof später abgerissen. Doch lange bevor er von der Bildfläche verschwand, hatten wir ihn im Miniaturformat nachgebaut.

Einigen Besuchern waren die nostalgischen Gefühle anzusehen. Denn um den Miniatur Bahnhof pulsierte das Leben. „Zum Glück hat Arnsdorf in Person von Martina Angermann eine engagierte Bürgermeisterin, die unser Anliegen nach Kräften unterstützt. Als wir, aus dem alten Bahnhof ausziehen mussten, kamen wir mit ihrer Hilfe in der stillgelegten Mittelschule unter. So konnten wir weiter arbeiten“, so Michael Bachmann. Aber auch die Gemeinde profitiert davon. Am Wochenende kamen Besucher aus nah und fern. Echten Modelleisenbahnern ist eine solche Ausstellung nämlich eine weite Anreise wert. Denn hier treffen sich Experten und können sich vor Ort über technische Lösungen für Miniatur-Bauprobleme unterhalten. Das gibt Inspiration. Gestern, gegen Nachmittag konnte Michael Bachmann eine erfreuliche Bilanz ziehen. „Wir konnten um die 300 Besucher begrüßen.“