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Der Böttcher stellt die Weichen

Mit Spannung wird Sonntag nicht nur das Wahlergebnis erwartet. Sondern auch eine Premiere im Biertheater Radeberg.

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Auch Radio-Ulk-Nudel Thomas Böttcher wollte als Kind wohl wie jeder kleiner Junge Eisenbahner werden – und so passt der Termin für die Premiere seines ersten Solostücks am Sonntag im Radeberger Biertheater nahezu perfekt: Denn Sonntag wird ein neuer Bundestag gewählt, es werden also Weichen gestellt …

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Und auch Böttchers Solo-Programm stellt Weichen. Für ihn. „Es ist ja so, dass ich seit 25 Jahren das erste Mal alleine auf einer Bühne stehe“, sagt der kürzlich beim Radiosender R.SA entlassene Morgenmoderator. Bis dahin war er gemeinsam mit seinem langjährigen Radio-Partner Uwe Fischer das wahrscheinlich kultigste Radio-Morgen-Duo im Osten Deutschlands.

Die Trennung kam überraschend, für die zahlreichen Fans, aber auch für Thomas Böttcher selbst. „Aufgeben war aber noch nie mein Ding; und Theater habe ich in Radeberg ja schon seit Jahren regelmäßig gespielt“, sagt er. Immerhin gehörte Thomas Böttcher ja bekanntermaßen zum ersten Ensemble, das 2002 das Radeberger Biertheater als erstes Mundarttheater in Sachsen mit aus der Taufe gehoben hat. Zwei Jahre war er hier festes Mitglied; dann war er wieder in erster Linie Radio-Mann. Aber immer wieder war er in Radeberg zu erleben – unter anderem in den Weihnachtsstücken. Im aktuellen zweiten Teil des „Schwipsbogens“ beispielsweise als tuntiger Rentner, der sich für Elvis hält und Smokie-Hits schmettert …

Biertheater-Autoren haben geholfen

Es lag also durchaus nahe, dass sich Thomas Böttcher nun noch intensiver seiner Theater-Leidenschaft widmet. Noch dazu, weil er ein wirkliches Naturtalent ist. „Wir empfangen ihn mit offenen Armen“, hatte Biertheater-Chef Jens Richter deshalb schon kurz nach Bekanntwerden des Rauswurfs bei R.SA klargestellt. Nicht zuletzt, weil Thomas Böttcher ja auch jetzt schon regelmäßig im Duett mit Biertheater-Urgestein Peter Flache im Zwei-Mann-Stück „Die Laubenpieper“ zu erleben ist.

Das Solo-Stück hat Thomas Böttcher nun ebenfalls mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Biertheater angeschoben. Mit Holger Blum und Thomas Rauch wirkten nämlich die aktuellen Biertheater-Autoren kräftig mit, verrät Thomas Böttcher. Und er verrät auch, „dass mir schon mächtig die Düse geht“. Die Fans dürfen jedenfalls gespannt sein, was sich hinter dem ungewöhnlichen Titel „Lieber radioaktiv als im Radio aktiv“ verbirgt. „Es wird ein sehr persönliches Stück werden“, verrät er schon mal. „Ich werde viele der Fragen beantworten, die mir in den vergangenen Jahren immer mal gestellt wurden.“ Zum Beispiel die, was ein Radiomoderator eigentlich so macht, während die Musik läuft. Apropos: Auch Musik wird’s geben. Und bei Facebook postete Thomas Böttcher jetzt schon mal einen kleinen Einblick in die Studioarbeit mit dem Produzenten Andreas Goldmann. „Wenn das Programm auch nur ansatzweise so viel Spaß macht wie die Produktion, haben wir alles richtig gemacht“, frotzelt Thomas Böttcher in dem kurzen, knapp nach zwei Uhr morgens gedrehten Video.

Ein paar Restkarten gibt es noch.

Premiere von „Lieber radioaktiv als im Radio aktiv“ mit Thomas Böttcher am Sonntag um 17 Uhr im Radeberger Biertheater. Tickets: Biertheater-Kasse an der Hauptstraße, Telefon: 03528 487070 oder

www.biertheater.de