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Radebeul

Der Deich muss heil bleiben, wie er ist

Peter Redlich über die Meinung eines Radebeuler Stadrates.

Peter Redlich.
Peter Redlich. © Norbert Millauer

Lieber Herr Stadtrat Kraske, waren Sie 2002 oder 2013 mal unten in Kötzschenbroda und haben gesehen, wie Feuerwehr, teils auch Bundeswehr und viele Bürger von Radebeul um den Deich gekämpft haben? Damals war der Wall vollgesogen und aufgeweicht wie ein Schwamm. Aber er hat gehalten - gerade noch so.

Wäre das nicht so gewesen, wäre er gebrochen, dann hätte es die Keller von Altkötzschenbroda bis in die Bahnhofstraße noch schneller geflutet, als es das Grundwasser anschließend, aber sehr langsam getan hat. Was ich sagen will: Der Deich wird gebraucht und darf nicht zerlatscht werden!

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und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Argumente wie: Weil dort viele laufen, gibt es ein großes Interesse, also müsse es auch erlaubt werden, machen mich fassungslos. Sollten wir irgendwann mal so unendlich viel Geld in der Landes- und Stadtkasse haben, den Deich höher und breiter bauen zu können. Land hinzukaufen zu können und Verteidigungsweg und Radweg verlegen zu können, dann hätte ich auch gern da oben einen gepflasterten Fußweg.

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Doch so lange das nicht so ist, bleibt der Kötzschenbrodaer Deich zuallererst ein Schutz für die Anwohner dahinter und wird kein Aussichtspunkt für unvernünftige Spaziergänger. Was jetzt wieder repariert werden musste, geschieht nämlich mit unser aller Geld. Und wer das wieder zertrampelt, der sollte auch zur Kasse gebeten werden.

E-Mail an Peter Redlich.

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