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Der Druck der Straße

Die Baustellen auf der B 101 sorgen wir kilometerlange Staus in Meißen – Peter Anderson über Bauarbeiten und Umleitungen.

© Claudia Hübschmann

Die Kommentarspalten unter den Beiträgen zum Meißner Megastau haben sich am Dienstag bei Facebook in Rekordzeit gefüllt. Am häufigsten wurde darüber geschimpft, dass überhaupt gebaut wird. An zweiter Stelle standen Sticheleien gegen die Planer der Umleitung. Viele Autofahrer benötigten dieses Ventil, um ihrem Frust über das ewige Warten im Stau Ausdruck zu geben.

Beide Reaktionen sind menschlich verständlich. Es ist höchst ärgerlich, wenn der oft eng getaktete eigene Tagesablauf plötzlich über den Haufen geworfen wird. Auf den ersten Blick gibt es zudem sicherlich an den Umleitungsstrecken viel zu kritisieren.

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Zufällig lief nun Dienstagvormittag ein alter Meißner Bauprofi an meinem Büro vorbei. Er äußert zu dem Thema nur kurz: „Ja, aber irgendwann muss doch gebaut werden.“ An dieser Ansicht ist etwas dran. Bedingt durch die Tallage konzentriert sich in Meißen der Verkehr auf wenigen, stark befahrenen Straßen. Hinzu kommt, dass nach der Wende diese Routen in einer ersten Welle hergerichtet wurden. Nach rund einem viertel Jahrhundert sind sie wieder fällig. Es bröckelt an allen Ecken und Enden. Irgendwo muss begonnen werden, sonst bricht alles mit einmal zusammen. Die Möglichkeit, den Bau länger über das Jahr zu strecken, besteht nicht, dafür reichen die Kapazitäten der Tiefbaufirmen nicht aus.

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Ein Punkt, wo sich nachbessern ließe, sind die Umleitungsstrecken. Da die Baustellen wandern, verändern sie sich aller paar Tage. Vielleicht gäbe es hier die Möglichkeit, zum Beispiel durch angepasste Ampelschaltungen entlastend zu wirken. Manchmal kann auch das Drehen an kleineren Stellschrauben große Wirkungen hervorrufen. Die Kommentarspalten bei Facebook liefern in dieser Richtung brauchbare Ansätze.

E-Mail an Peter Anderson