merken
Sport

Der Eislöwen-Eklat und die Folgen

Die Dresdner arbeiten den Spielabbruch bei ihrem Test in Tschechien intern auf. Der Trainer kündigt Gespräche an. Im Fokus stehen zwei stürmische Neuzugänge.

Mario Lamoureux (links) gehört zu den Auslösern des vorzeitigen Endes der Partie beim Zweitligisten HC Benatky nad Jizerou. Er wartet mit René Kramer vor der Semperoper auf den Beginn des Fotoshootings.
Mario Lamoureux (links) gehört zu den Auslösern des vorzeitigen Endes der Partie beim Zweitligisten HC Benatky nad Jizerou. Er wartet mit René Kramer vor der Semperoper auf den Beginn des Fotoshootings. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Nach dem schlagzeilenträchtigen Eishockey-Duell im Nachbarland ist vor dem Heimturnier am Wochenende – und zwischendurch steht der Mediaday für Einzelaufnahmen und Mannschaftsbilder an. Bei dem Pressetermin auf dem Theaterplatz sind die Eislöwen noch mehr mit dem Spielabbruch vom Vorabend und weniger mit dem Wettbewerb am Sonnabend und Sonntag beschäftigt.

Was ist im Test beim tschechischen Zweitligisten HC Benatky nad Jizerou geschehen? Nach 50 Minuten führen die Dresdner mit 6:2. Anschließend überschlagen sich die Ereignisse. Auslöser ist ein klassischer Eishockey-Zweikampf an der Bande zwischen dem neuen Eislöwen-Angreifer Mario Lamoureux und einem Gegner. Die Referees bestrafen den US-Amerikaner aufgrund eines hohen Stockes mit zwei Minuten. Er reagiert verärgert.

Anzeige
3 Wochen Programm in der RABRYKA
3 Wochen Programm in der RABRYKA

Passend zum Start der Sommerferien fährt die RABRYKA von Juli bis August mit einem dreiwöchigen Sommerprogramm auf

Danach soll der ebenfalls neue Eislöwen-Stürmer Dale Mitchell für einen Faustschlag büßen. Er rastet aus und geht auf die Schiedsrichter los. Klubgefährten halten ihn zurück. Die Unparteiischen belegen den Kanadier mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Er verlässt das Eis und macht seinem Ärger dabei Luft. Die gegnerischen Reserveschlägern bekommen seinen Frust zu spüren. Das bringt das Fass zum Überlaufen. Die Referees beenden die Partie.

Über eventuelle Strafen spricht kein Verantwortlicher

Laut Thomas Barth begründeten sie ihre Entscheidung damit, die Sicherheit der Spieler aufgrund der zunehmenden Härte nicht mehr gewährleisten zu können. Dem Eislöwen-Sportgeschäftsführer zufolge sei es auf beiden Seiten sehr hitzig zugegangen. Übermotivierte Profis, harte Fouls, eine heiße Atmosphäre und Unparteiische, die sich mit ihren Pfiffen nicht nur Freunde machen – all das gehört zum Eishockey. Damit müssen Spieler klarkommen und umgehen können. Barth kündigt an, dass Eislöwen-Trainer Bradley Gratton mit den Profis interne Gespräche führt. Über eventuelle Strafen redet keiner.

Der Eklat überschattet das positive Zwischenergebnis bis zum vorzeitigen Ende des Duells. Das hebt Eislöwen-Kapitän Thomas Pielmeier heraus: „Wir haben das Spiel von Anfang an dominiert und den Gegner unter Druck gesetzt.“ Die Offiziellen hätten erneut viele Strafzeiten verteilt, die er nicht immer nachvollziehen könne. „Wir hätten die Partie gern zu Ende gebracht, denn wir haben einen sehr guten Test abgeliefert und waren ganz klar die bessere Mannschaft.“ Letztlich sei die Entscheidung der Referees, das Duell abzubrechen, folgerichtig gewesen, „denn es hätte beiden Teams nicht geholfen, das Spiel bis zur letzten Minute durchzuziehen“.

Einen Haken können die Dresdner noch nicht dahinter machen und müssen sich dennoch auf die nächste Aufgabe einstellen. Am Sonnabend beginnt Müller’s-Fanshop-Cup um 16 Uhr mit der Partie zwischen Krefeld und Litvinov. 19.30 Uhr empfangen die Eislöwen den EV Landshut. Für sie ist das die DEL-2-Generalprobe, denn am 13. September starten die Dresdner zu Hause zur gleichen Zeit gegen denselben Gegner in die nächste Saison. Am Sonntag beginnt um 14 Uhr das Spiel um den dritten Platz und ab 17.30 Uhr das Finale.

Mehr zum Thema Sport