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Der erste Brückenpfeiler steht

Die Bauarbeiten an der neuen Pirnaer Südumfahrung liegen im Plan. Nur einer macht den Fachleuten derzeit etwas zu schaffen.

© Norbert Millauer

Von Thomas Möckel

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Pirna. An der neuen Pirnaer Südumfahrung gehen die Bauarbeiten trotz der niedrigen Temperaturen kontinuierlich voran. Nach Auskunft der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) stehen auf der Großbaustelle an der Zehistaer Straße inzwischen drei Kräne sowie mehrere Fundamente. Zudem sind die ersten Bauwerke inzwischen fertig: Der Pfeiler und die Widerlager für die Brücke über den künftigen Kreisverkehr in der Zehistaer Straße sind schon weithin sichtbar. Die Behelfsbrücke über die nahe Seidewitz ist ebenfalls montiert. Das über 50 Tonnen schwere Bohrgerät bohrt bereits am linken Ufer des Flüsschens die Bohrpfähle, auf denen die Brückenfundamente einmal ruhen werden. Ebenfalls auf der linken Seite der Seidewitz haben die Fachleute den Boden für das westliche Widerlager ausgehoben, in zwei Wochen sollen dort laut Deges alle Bohrpfähle hergestellt sein. Auf der rechten Seite hingegen ist die Gründung mit Bohrpfählen abgeschlossen. An dieser Stelle bereiten die Handwerker derzeit die Arbeiten an den Platten vor, die einmal auf den Bohrpfählen liegen. Diese sogenannten Pfahlkopfplatten fangen zusätzlich zu den Bohrpfählen Druck und Kräfte auf, die auf Pfeiler und Fundament wirken. Kombiniert sorgen die Bauteile für einen sicheren Stand der Brücke.

Einer spielt derzeit bei bestimmten Arbeiten allerdings nicht mit: Der knackige Frost bereitet den Fachleuten Probleme. Nach Aussage der Deges schaden die Minusgrade vor allem dem Sichtbeton, in dessen Feuchtigkeit Frost eindringen und Teile abplatzen lassen könnte. Daher warten die Bauleute noch einige Tage damit, die Widerlager und Pfeiler für die Seidewitzbrücke zu betonieren, damit sie dann ebenso ebenmäßig emporragen wie der architektonisch eigenwillig gestaltete und bereits betonierte Pfeiler für die Brücke über die Zehistaer Straße. Er ähnelt der Form nach ein wenig dem Bug eines Schiffes. Trotz des frostbedingten Verzuges liegt die Heidenauer Baufirma Karl Köhler laut der Deges ansonsten gut im Terminplan. Der Bauherr der Südumfahrung rechnet fest damit, dass das Baulos „0“ wie geplant in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Dieses Baulos umfasst den Neubau der Brücke über die Zehistaer Straße einschließlich des Kreisverkehrs darunter, den Neubau der Seidewitzbrücke sowie den Bau der Stützwand am Hundesportplatz.

Daneben gehen auch die Vorarbeiten für den Bau der über 900 Meter langen Großbrücke über die Gottleuba und die angrenzenden Straßenbereiche weiter. Archäologen haben begonnen, das Gelände der ehemaligen Obstplantagen auf dem Sonnenstein nach Relikten früherer Besiedlung zu untersuchen. Die Kampfmittelsuche auf dem Areal ist indes abgeschlossen. Außer der amerikanischen Fliegerbombe, die Ende Januar für Aufsehen sorgte, wurden dort keine weiteren militärischen Hinterlassenschaften gefunden. Lediglich im Bereich hinter den Roten Kasernen fanden sich kleinere Granaten, Patronen und anderes Kriegsgut. Das alles ist bereits entsorgt worden. Laut der Deges gibt es daher bald Baufreiheit für die Gottleubatal-Brücke sowie für die Trasse in Richtung B 172.