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Der erste Dresdner Neuzugang

Die Eislöwen holen Florian Proske. Der Torhüter soll Marco Eisenhut entlasten. Dafür muss der gebürtige Lausitzer ihn unter Druck setzen.

Florian Proske freut sich auf die neue Herausforderung.
Florian Proske freut sich auf die neue Herausforderung. © Dresdner Eislöwen

Dresden. Er geht eine Stufe runter, um wieder mehr und in der Heimat zu spielen. Florian Proske wechselt aus Nürnberg nach Dresden. Er steigt aus der Deutschen Eishockey-Liga in die DEL 2 ab. Der 22-Jährige möchte lieber erster Goalie in der zweiten als dritter Schlussmann in der ersten Liga sein. „Ich will wieder fester Bestandteil einer Mannschaft sein, nicht mehr dieses Hin und Her“, sagt er. Der gebürtige Lausitzer meint das jahrelange Dasein als Förderlizenzspieler. Er stand zwar in der vergangenen Saison in Nürnberg unter Vertrag, aber für Bietigheim in der DEL 2 im Tor. „Ich kenne die Liga, möchte mich in Dresden durchsetzen und nehme den Konkurrenzkampf an.“

Proske weiß, dass bei den Eislöwen mit Marco Eisenhut ein sehr starker Kollege auf ihn wartet: „Er ist ein Nummer-Eins-Torwart in Liga zwei.“ Einer, der wie Proske aus den gleichen Gründen aus der DEL in die DEL 2 abstieg, als er 2017 aus Ingolstadt nach Dresden wechselte. Beide wollen spielen. Eisenhut stand seitdem beinahe immer im Tor. „Wir haben mit Marco einen starken Goalie“, sagt Sportgeschäftsführer Thomas Barth. „Die Last einer ganzen Saison kann jedoch nicht nur auf seinen Schultern liegen.“ Proske soll Eisenhut entlasten. Dafür muss er ihn unter Druck setzen. Barth traut ihm das zu. Proske sei talentiert, technisch versiert, sehr gut ausgebildet und auch mit 22 schon erfahren.

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Proske begann in Weißwasser mit dem Eishockey und wechselte 2010 nach Mannheim. Dort gewann er mit dem Nachwuchs viermal hintereinander die deutsche Meisterschaft. Seit 2014 spielt Proske mit einer Förderlizenz in der DEL 2. Er siegte 2016 mit Kassel und 2017 mit Frankfurt am Main in der Liga. „Weißwasser war das Sprungbrett für mich“, sagt Proske. „Dort haben sie mich geformt.“ In Mannheim sei er geschleift worden. „Das war schon ein hochklassiges Pflaster“, sagt er. Proske erwähnt Profis wie Leon Draisaitl und Dominik Kahun, mit denen er damals trainierte. Beide spielen jetzt in der nordamerikanischen Profiliga NHL. „Bei ihnen ging es von null auf hundert“, sagt Proske.

Er nimmt Umwege in Kauf. Der nach Dresden hat auch Vorteile. „Es ist ein schönes Gefühl, wieder in der Nähe meiner Heimat zu spielen“, sagt Proske. „Da ist die Familie, sind die Freunde – Menschen, die mir etwas bedeuten.“ Dazu kämen die immer engen und hart umkämpften Derbys.