Kamenz
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Der Faszination Edelstahl erlegen

Die Laußnitzer Firma KEK ist seit 1992 auf dem Markt. Jetzt lud man die interessierte Bürgerschaft zum Tag der offenen Tür ein. Hier heißt es „Klasse statt Masse“.

Von Frank Oehl & Bernd Goldammer
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Gruppenleiter Tom Trautmann führte interessierte Besucher durch die Produktionshalle und die Ausstellungsräume.
Gruppenleiter Tom Trautmann führte interessierte Besucher durch die Produktionshalle und die Ausstellungsräume. © Bernd Goldammer

Laußnitz. Großen Andrang gab es jetzt an der Alten Köhlerei in Laußnitz. Mehr als 300 Besucher wollten sich über die Entwicklung der Firma KEK informieren. Hinter den drei Buchstaben steht die 1991 gegründete „Königsbrücker Edelstahl- und Küchentechnik GmbH“. Mit 20 Mitarbeitern begann der Weg in die Marktwirtschaft. Es war der Einstieg in eine Erfolgsgeschichte. Schon zwei Jahre später begannen die Königsbrücker Edelstahl-Spezialisten eigene Produktionssortimente zu entwickeln und selbst zu vermarkten. Den Königsbrückern war rasch klar geworden, dass die Überlebensfähigkeit der Firma nur gesichert ist, wenn aus einer verlängerten Werkbank als Zulieferbetrieb für eine Firma – die Heritage B Holding – ein eigenständiges und viel breiter aufgestelltes Unternehmen würde. Man handelte beherzt…

Wie richtig die damalige Entscheidung war, wurde beim Tag der offenen Tür deutlich. KEK ist inzwischen selbst im internationalen Geschäft. Am Laußnitzer Firmensitz, der 1996 ausgebaut wurde, werden Laborausstattungen, Reinraumtechnik, Gastronomieausstattungen, Schrank und Pantryküchen hergestellt. „Ein weiterer Angebotsknüller sind die Yacht-Ausstattungen. Wir setzen dabei individuelle Kundenwünsche um“, sagte Tom Trautmann, Gruppenleiter Gastronomie. Heute arbeiten hier 126 Mitarbeiter auch für eine gut betuchte internationale Kundschaft. „Klasse statt Masse“ – so lautet das Motto.

Mario Lotzmann aus Wiednitz war mit seinem Sohn Leon beim Tag der offenen Tür dabei. Der Mitarbeiter nutzte die Gelegenheit, dem Sohn seinen Arbeitsplatz vorzustellen. Der Filius war interessiert, wie man sieht.
Mario Lotzmann aus Wiednitz war mit seinem Sohn Leon beim Tag der offenen Tür dabei. Der Mitarbeiter nutzte die Gelegenheit, dem Sohn seinen Arbeitsplatz vorzustellen. Der Filius war interessiert, wie man sieht. © Bernd Goldammer

Deshalb sind hier Serienproduktionen kaum anzutreffen, sondern Maßfertigung nach Kundenwünschen, die den allerneusten Anforderungen an Stabilität, Optik und Hygiene gerecht werden. Das hat sich bis in die Vereinigten Arabischen Emirate herumgesprochen. Auch ein russischer Milliardär und Oligarch wollte nicht auf die Laußnitzer Küche aus Edelstahl für seine 163 Meter lange Yacht „Eclipse“ verzichten. Und die KEK lieferte punktgenau.

Qualitäten sprechen sich schnell herum. Laußnitzer Edelstahlvariationen sind auch in vielen Kliniken, Küchen von Sterneköchen, Kindergärten und in Reinräumen der Mikroelektronik zu finden. Beim Tag der offenen Tür waren vor allem die Rundgänge durch die Produktions- und Ausstellungshalle nachgefragt. Auch der ehemalige Landwirt Werner Behr aus Cosel bei Zeisholz war dabei. Er hatte die Ankündigung in der SZ gelesen „Es ist gut, wie sich diese Firma entwickelt hat“, sagte er. Unter den Besuchern des Tages der offenen Tür war auch mit Jochen Schubert der Firmengründer am KEK-Standort anzutreffen. Ihm war anzusehen, wie er sich über den heutigen Entwicklungsstand freut. Dass die KEK-Mitarbeiter stolz auf ihre Firma sind, war an vielen Stellen spürbar. Mario Lotzmann aus Wiednitz war mit seinem Sohn Leon gekommen. Er zeigte ihm seinen Arbeitsplatz – und der Kleine staunte nicht schlecht. Bis zum späten Nachmittag hielt das Kommen und Gehen an. „Wir sind mit dem regen Interesse an unserer Produktion sehr zufrieden“, sagte Gruppenleiter Tom Trautmann am Ende.

Fakten zur Firma

Die Firma wurde 1991 als Königsbrücker Edelstahl- und Küchentechnik GmbH gegründet – mit 20 Mitarbeitern. Mittlerweile sind am Standort in Laußnitz 126 Mitarbeiter tätig.

Im vergangenen Jahr wurde für 700 Kunden ein Umsatz von 8,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Exportanteil beträgt aktuell zehn Prozent. Er konnte im letzten Jahr weiter gesteigert werden.

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