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Der Forst wirft gut ab

Die Stadt Kamenz ist einer der größten Waldbesitzer Sachsens. Das Geschäft läuft nicht schlecht.

© Uwe Soeder

Kamenz. Dass die Lessingstadt einer der größten kommunalen Waldbesitzer im Freistaat ist, geht manchmal etwas unter. Mindestens einmal im Jahr freilich springt dieser Fakt den Stadtrat förmlich an. Immer dann, wenn der Staatsbetrieb Sachsenforst den Wirtschaftsplan vorstellt und verteidigt. Die Waldprofis sind mit der Forstwirtschaft auf den insgesamt 924 Hektar städtischer Waldfläche beauftragt und damit ausgesprochen erfolgreich.

Waldpflege kostet Geld, weil sie Nachhaltigkeit voraussetzt. So wird eigentlich in Zehnjahreszeiträumen geplant und abrechnet. Aber auch die jährliche Zwischenbilanz ist aufschlussreich. Alles eine Frage des Holzpreises, aber der schwankt bekanntlich. Die Forstwirte müssen vor allem eine Kennziffer im Blick haben, die in Kubikmetern abgerechnet wird. Pro Hektar sollen in diesem Jahr 3,2 Kubikmeter Holz eingeschlagen werden, gleichzeitig ist ein Holzzuwachs von 7,5 Kubikmetern pro Hektar berechnet. Das nennt man „nachwachsende Rohstoffe“ im wahrsten Sinne des Wortes.

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Entscheidend ist auch im Wald, ob etwas rum kommt. Der Kamenzer Forst warf die letzten Jahre ganz gut ab, wie man so sagt. 2015 war ein Bewirtschaftungsplus von 32 000 Euro geplant, am Ende wurden es sogar mehr als 50 000 Euro. Für dieses Jahr geht die Planung wiederum vorsichtig optimistisch ran. Ein Plus von 36 000 Euro ist vorgesehen, was sich aus den Aufwendungen für Waldpflege, -schutz, -erschließung und Verkehrssicherung auf der einen Seite und dem Holzverkauf auf der anderen errechnet. Ein Schwerpunkt ist und bleibt auch im Kamenzer Wald der Forstumbau. Auf insgesamt 3,5 Hektar soll die Fichte durch Laubholz ersetzt werden. Der Forstbetrieb hat die Stadträte zu einer Waldexkursion eingeladen. Sie dürfte auch an die Stätten des wirtschaftlichen Erfolgs führen. Man ist interessiert. (szo)