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Der Gaul fehlt immer noch

Die Heimatfreunde haben alles für die Saisoneröffnung von Museum und Schmiede vorbereitet. Nur eines müssen sie weiterhin dem Zufall überlassen.

© André Braun

Von Heike Heisig

Roßwein/ Littdorf. Seit Wochen haben die Niederstriegiser Heimatfreunde vor allem eines gemacht: den Staub des Winters beseitigt und Haus, Hof und Nebengelasse geputzt. Für Sonnabend laden sie zur Eröffnung der Besuchersaison in das Heimatmuseum ein. Das besteht aus dem Wohnhaus des alten Schmiedes samt Nebengelassen sowie über der Straße der alten Schmiedewerkstatt selbst. Die ist sehr interessant, selbst wenn dort nicht wie am Tag des offenen Denkmals im September ein Schmied das alte Handwerk am offenen Feuer ausübt. Schon die Werkzeuge sind beeindruckend und der frühere Transmissions-Antrieb für Maschinen wie Drehbank und Schleifbock. Den Antrieb haben die Heimatfreunde wieder originalgetreu aufgebaut und rekonstruiert.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

Hier werden Fotos von Neugeborenen gezeigt, die aus Döbeln oder aus der Region kommen. Vielleicht ist auch Ihr Bild bald dabei?

In den letzten Wochen haben sie allerdings den Stall fertiggestellt. Dort können die Besucher Zunftzeug sehen. Selbst einen Sattel haben die Vereinsmitglieder aufgetrieben. Was nach wie vor fehlt, ist das Modell eines Pferdes. Das suchen sie schon seit Jahren – vergeblich. Nun bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass sie durch Zufall an das Gesuchte kommen. Immerhin sind sie auf diese Weise schon zu manchem kuriosen Exponat gelangt. Außer am Stall sind die Heimatfreunde gerade dabei, eine Weihnachtsecke mit alten Pyramiden und Dekorationen zu gestalten. Es wird eine Ausstellung über die Armee in der DDR vorbereitet. Und auch Fahrräder aus vergangenen Epochen sollen bald im Museum zu sehen sein. „Dafür könnten wir noch Fahrräder aus den Jahren 1900 bis 1945 und einen Restaurator, der die Räder wieder herrichtet, gebrauchen“, sagt Andreas Klößer. Er ist der Chef der insgesamt nur 16 Heimatfreunde, die sich häufig mit Unterstützung ihrer Ehepartner um das Museumsprojekt und an den Öffnungstagen um die Besucher kümmern.

Damit die Arbeit auf breitere Schultern verteilt werden kann, suchen die Aktiven immer noch Unterstützung. So zum Beispiel bei den Arbeitseinsätzen mittwochs von 14 bis 17 Uhr. Auch wenn nichts Neues im Aufbau ist, gibt es immer etwas zu tun.

Veranstaltungstipp: erster Öffnungstag von Museum und Schmiede in Littdorf 2018, Sonnabend, 14 bis 17 Uhr.

https://heimatvereinniederstriegis.jimdo.com