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Der Hobbyzeichner aus Gohrisch

Klaus Altenburger zeichnet seine Heimat. Häuser, Höfe und Natur verewigt er liebevoll mit Stift und Tusche.

© Norbert Millauer

Von Peter Salzmann

Gohrisch. Seine filigranen Zeichnungen zeigt er zurückhaltend. Liebevoll, detailgetreu bringt Klaus Altenburger seit 1997 Heimatgeschichte mit Stift und Tusche gekonnt aufs Papier. Seine Motive findet er mit seiner Frau Ingrid bei Spaziergängen. „Nicht gezielt, eher spontan“, meint Altenburger. Die Worte des 82-Jährigen sind überlegt und dabei doch unkonventionell-energisch. Mittlerweile hat er über 200 Grafiken geschaffen. Sein Gebiet: „Die Hauptstadt Gohrisch“, lacht er, „mit ihren Ortsteilen Papstdorf, Cunnersdorf und Kleinhennersdorf.“

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Vor allem die ländlich-idyllischen Höfe samt Toren und Zäunen, obendrein Brunnen aus längst vergangenen Zeiten, auch Biotope in Cunnersdorf, Gohrisch und am Liethenbach – und immer wieder Bäume. Bevorzugt die Winterleithenstraße. „Das ist unsere Straße“, bekennt Altenburger. Der gezeichnete Friesenhof in Cunnersdorf – jedes Fenster akkurat ausgezählt und aufs Papier gebracht – lässt das Mittelalter wieder auferstehen und atmet Geschichte. Brunnenanlagen von Papstdorf und anderswo sind gezeichnete Zeitzeugen, oft versteckt im Gebüsch und längst nicht mehr in Betrieb.

Obwohl Klaus Altenburger seine Kunst nur als Hobby betreibt, versieht er alle seine Werke mit einer Signatur. Die findet sich nicht einfach nur in einer Ecke des Bildes, sondern wird von ihm geschickt, aber nie vordergründig positioniert: ein schwarzer Kater und drei Schwalben. „Wenn ich diese Symbole mal weglasse, dann werde ich auf das Versäumnis aufmerksam gemacht“, schmunzelt er.

Altenburger hat mit seiner wunderbaren Schwarz-Weiß-Grafik nie posiert. Sie ist ihm lediglich eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Darüber freut sich Achim Herold, der monatlich das „Heimatblatt“ als Bestandteil des „Gohrischer Anzeigers“ herausgibt. „Klaus stellt seine Zeichnung stets kostenlos zur Verfügung“, so Herold. Schließlich ist Zeichnen für Altenburger Spaß an der Freude, sagt der Diplomingenieur, der als Kind Schmetterlinge sammelte und früher mal Fluglehrer war. Er liebt seine Heimat und ihre Schönheiten.