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Der Höhepunkt des Jahres

Die Stadt ist Ausrichter des 21. Sächsischen Landesernte-Dankfestes. Händler können sich bis zum 31. März bewerben.

© Arvid Müller

Von Uta Büttner

Coswig. Das wird der Höhepunkt 2018: Eine Veranstaltung, von der noch in vielen Jahren gesprochen wird und von der die Stadt auch profitieren möchte. Das Landeserntedankfest vom 14. bis 16. September in Coswig. „Wir erwarten vierzig- bis fünfzigtausend Besucher“, sagt Thomas Kretschmer, Geschäftsführer der Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land. Das sind doppelt so viele wie jährlich im Mai zum Stadtfest, welches in diesem Jahr aufgrund des Erntedankfestes nicht stattfinden wird. „Es wird also eine große Herausforderung.“

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Die Vorbereitungen sind seit Oktober in vollem Gange. „Wir sind seit Herbst mit Händlern, Einwohnern, Vereinen, mit allen möglichen Akteuren in Verbindung“, sagt Torsten Schröder vom Coswiger Stadtmarketing. Das Festgelände wird sich ausschließlich im Stadtzentrum befinden und nach thematischen Arealen aufgeteilt sein. „Die Ortsteile Kötitz, Brockwitz und Sörnewitz bekommen ihre eigenen Bereiche“, sagt Torsten Schröder. Sie können sich mit ihren Vereinen jeweils auf einer Fläche von 1 500 Quadratmetern präsentieren.

Das gesamte Festgelände erstreckt sich vom Parkplatz der alten Feuerwehr – wo historische Landtechnik gezeigt wird – bis zur Dresdner, vielleicht auch Bahnhofstraße. In der Ost-West-Richtung stellen die beiden Kirchen zentrale Punkte dar. Denn das Erntedankfest ist eine kirchliche Veranstaltung. Das Festzelt mit Hauptbühne wird auf dem Wettinplatz stehen. Zwei weitere kleinere Bühnen sind geplant.

Und auf einer Konzertfläche am alten Straßenbahnhof wird es Freitag- und Samstagabend Angebote für die Jugend geben. Dort findet am Sonntagabend auch das Abschlusskonzert mit der Gruppe Karat statt, mit anschließendem großen Feuerwerk.

Ein weiterer wichtiger Treffpunkt ist der Bürgerpark, die Fläche des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), wo sich auch der Staatsbetrieb Sachsenforst präsentiert.

Für die Ausrichtung stellt das SMUL 60 000 Euro Fördermittel zur Verfügung. „Die Stadt gibt mit 20 000 Euro doppelt so viel Geld, wie an Eigenmitteln aufgebracht werden müssten“, sagt Torsten Schröder. Hinzu kommen Sponsorengelder. „Wir sind froh und dankbar, dass wir diese Unterstützung bekommen und auch schon große Sponsorenpartner gewinnen konnten“, sagt Torsten Schröder. „Aber natürlich brauchen wir auch die kleinen und freuen uns über jede Spende.“ Denn Schätzungen zufolge werde die Veranstaltung bis zu 150 000 Euro kosten. Allein für die Sicherheit sind Ausgaben in Höhe von 25 000 Euro veranschlagt.

Höhepunkt der Veranstaltung wird der große Festumzug am Sonntagvormittag vom Spitzgrund durch das Zentrum mit insgesamt 30 Bildern sein.

Doch das Erntedankfest findet nicht nur an den drei Tagen statt. Bereits in der ganzen Woche zuvor sind Veranstaltungen geplant. So wird bereits an dem Dienstag die Präsentation der schönsten sächsischen Erntekronen und -kränze in den Kirchen beginnen. Initiiert ist dieser Wettbewerb seit Jahren vom Verein Sächsische Landfrauen. Eine Jury und das Publikum wählen die Gewinner aus. Eine der prämierten Kronen 2017 erhielt Coswig als nachfolgende Ausrichterstadt. Diese ist im Rathaus ausgestellt.

Ebenso im Vorfeld gibt es im Museum die Ausstellung „Von der Biene zum Honig“. Und das große Kinderfest zum Thema Ernte und Landwirtschaft unter dem Motto „Lebensmittel sind wertvoll“ findet am 12. September rund um das Rathaus statt. Dazu hat die Stadt einen großen Kürbis-Wettbewerb ausgerufen. „Wir verteilen jetzt Kürbis-Samen an die Einrichtungen. Wer den schwersten Kürbis erntet, erhält einen Preis“, sagt Torsten Schröder. „Gleichzeitig können wir alle Kürbisse zum Schmuck während des Festes nutzen.“ Bis Ende Juni soll das gesamte Programm für die Großveranstaltung stehen. Fast alle Veranstaltungen wie auch das Karat-Konzert sind kostenfrei.

Mit dem Erntedankfest hoffen die Organisatoren auf ähnliche Synergieeffekte wie nach dem sächsischen Wandertag. „Die öffentliche Wahrnehmung Coswigs soll weiter verbessert werden“, sagt Torsten Schröder.

Informationen unter www.erntedankfest-coswig.de. Händer können sich noch bis 31. März bewerben.