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Der Kater, der aus dem Wald kam

Matthias und Gudrun Stark haben ein Buch über ihren Kater geschrieben. Die Geschichten sind zum Lachen und Weinen.

© Repro: SZ

Von Carina Bestrich

Findus wohnt im Paradies. Der getigerte Kater hat nicht nur einen riesigen Kratzbaum. Er hat auch sein eigenes Sofa. Und wenn er raus möchte, um der zänkischen Kohlmeise aufzulauern, dann kann er über die Katzenklappe auf die Dachterrasse. Doch das ist noch nicht alles: Findus hat jetzt auch sein eigenes Buch. „Der aus dem Wald kam“, heißt das neueste Werk von Gudrun und Matthias Stark. Bei dem Stolpener Künstlerehepaar lebt Findus seit anderthalb Jahren. Was der Kater in dieser Zeit schon alles erlebt hat, haben sie nun aufgeschrieben.

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Findus Geschichte, ist eine sehr bewegte. Während eines Urlaubs im Havelland lernten die Starks ihn kennen. Damals war der Kater gerade einmal drei Wochen alt. Jemand hatte das Kätzchen und seine drei Geschwister im Wald, vor einem Dachsbau, ausgesetzt. Bei einem Spaziergang fanden die Starks zunächst nur seine Geschwister. Das Paar entschied sich, die völlig unterkühlten, schwachen Bündel in ein Tierheim zu bringen. „Als wir uns auf den Weg machten, hörte ich noch ein Wimmern. Es ließ mir keine Ruhe, sodass wir noch mal in den Wald sind und tatsächlich noch ein Kätzchen fanden“, sagt Gudrun Stark. Weil man ihnen schon im Tierheim kaum Hoffnung machte, entschieden sie sich, Findus selbst zu versorgen. „Wir haben ihn den Urlaub über in der Fototasche rumgetragen und aller drei Stunden gefüttert“, erzählt ihr Mann. Findus überlebte:

Diese traurige, aber auch viele heitere Erlebnisse, erzählen die Starks in 24 kurzen Episoden, eingebettet in einem Prolog und einen Epilog. Mit dabei ist auch die Geschichte um Findus’ Fernsehauftritt. Den hatte der Kater in einer MDR-Tierratgebersendung. Weil Findus seine Liebe gern mit Krallen und Bissen zeigt, hatte Gudrun Stark den Fernseh-Tierarzt Ronald Lindner um Hilfe gebeten. „Prompt kam das Team für einen Beitrag zu uns“, erzählt Gudrun Stark. Das Urteil vom Tierarzt: Trotz liebevollem Zuhause hat Findus das Sozialverhalten nie gelernt. „Diesen Part konnten wir nicht ersetzen“, sagt Matthias Stark.

Widersprüche des Lebens

Für die Starks ist „Der aus dem Wald kam“ inzwischen das fünfte Buch. In „Sommerwind und Kranichruf“ etwa berichten die passionierten Tierbeobachter von ihren faszinierenden Tiererlebnissen, unter dem Titel „Nicht nur Gegensätze“ behandeln die beiden die Widersprüche des Lebens. Immer pflegt das Paar dabei eine klare Aufgabenteilung: Matthias Stark schreibt, seine Frau malt. Auch in ihrem neuestem Buch über ihren geliebten Kater: „Es macht viel Freude, wenn man selbst Erlebtes zu Poesie verwandelt“, sagt Matthias Stark.

Mit ihrem Buch, so hoffen die Starks, sprechen sie viele Tierfreunde an. „Haustiere verbinden“, sagt Gudrun Stark. Das weiß das Paar, das lange Zeit einen Hund hatte, aus Erfahrung: „Als wir nach Stolpen gezogen sind, haben wir die Menschen hier vor allem durch die Spaziergänge mit unserem Hund kennengelernt“, sagt ihr Mann. Auch der spielt im Findus: Gern spielt der Kater mit einem alten Spielzeug des Mischlings.

Das Buch „Der aus dem Wald kam – die Geschichte eines Findelkaters“ ist für neun Euro im Buchhandel bestellbar, ISBN: 978-3-7392-4898-1. Erhältlich auch als E-Book.

An jedem Sonnabend stellt die SZ Bücher und Autoren vor – im Zusammenhang stehend mit der Region oder dem Leseerlebnis eines Redakteurs.

Tipps, wen oder was wir hier vorstellen, nehmen wir gern entgegen.

Zu gewinnen gibt es auch etwas. Matthias und Gudrun Stark stellen für Leser der SZ zwei Freiexemplare des Buches „Der aus dem Wald kam“ bereit. Sie können sich bei uns bis Donnerstag, 26. Mai, per E-Mail oder mit einem Brief um dieses Buch bewerben. Aus allen Einsendern losen wir die Gewinner aus.

Zuschriften an

[email protected] oder SZ, Kamenzer Str. 5, 01877 Bischofswerda.