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Görlitz

Der Landkreis wird immer kränker

Grippe und Psyche haben den Menschen im Landkreis Görlitz 2018 laut Barmer zu schaffen gemacht. Bei einem anderen Krankheits-Symptom gibt es positive Entwicklungen.

Symbolbild
Symbolbild ©  dpa

Die Grippewelle und die Psyche haben den Menschen im Landkreis Görlitz im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht, erklärt die Krankenkasse Barmer in einer Pressemeldung. Bei den Atemwegserkrankungen sei ein deutlicher Anstieg um 32 Fehltage je 100 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr registriert worden, bei psychischen Erkrankungen waren es laut Barmer 12 Fehltage mehr. Der Krankenstand in der Region stieg insgesamt von 5,9 Prozent auf 6,1 Prozent. Bundesweit waren an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 48 arbeitsunfähig, in Görlitz 61. Im Durchschnitt fehlten Beschäftigte in Görlitz 1,4 Mal im Jahr.

„Die Fehltage aufgrund von Rückenbeschwerden haben abgenommen. Das freut uns", sagt Ronny Scharntke, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Görlitz. Leider mache aber die deutliche Zunahme der psychischen Erkrankungen Sorgen. Insgesamt sei es in Sachsen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr zu einem merklichen Anstieg der Gesamtfehlzeiten gekommen. Zu diesen Ergebnissen kam die Barmer nach den aktuellsten Auswertungen der Krankschreibung ihrer Versicherten. Hauptursache dafür sei eine ausgeprägte Grippe- und Erkältungswelle gewesen, die insbesondere zu Beginn des Jahres 2018 mit höheren Ausfallzeiten von Beschäftigten zu Buche schlug.

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Die häufigsten Beschwerden:

© SZ-Grafik: Marc Hörcher

Weniger Rückenbeschwerden

Am deutlichsten haben in Görlitz die Fehlzeiten aufgrund von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in dieser Diagnosegruppe je 100 Beschäftigten 13 Fehltage weniger registriert. „Rückenbeschwerden sorgen noch immer für die meisten Fehlzeiten im Beruf. Die Maßnahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung scheinen jedoch zu wirken. Auch das Bewusstsein eines jeden Einzelnen, mehr Bewegung in den persönlichen Alltag zu integrieren, wächst“, erklärt Scharntke.

Entwicklung im Vergleich zu 2017:

© SZ-Grafik: Marc Hörcher

Psyche leidet - Führungskräfte sollten hinschauen und aktiv werden

„Wir müssen wir die Sensibilität in den Unternehmen für psychische Erkrankungen der Beschäftigten weiter fördern. Führungskräfte sollten genauer auf Verhaltensauffälligkeiten der Mitarbeiter achten. Dann können sie Betroffene frühzeitig klar und einfühlsam ansprechen, damit ihnen möglichst schnell geholfen werden kann.", sagt Scharntke. Denn je früher interveniert werden könne, desto günstiger falle die Heilungsprognose aus. Die Barmer hat deswegen zusammen mit dem Dachverband Gemeindepsychiatrie den Ratgeber „Psychische Erkrankung am Arbeitsplatz“ entwickelt. Der Ratgeber umfasst unter anderem präventive Ansatzpunkte im Führungsalltag, Hintergrundinformationen zur psychischen Gesundheit, einen Überblick über die häufigsten Krankheitsbilder, Checklisten zur Gesprächsvorbereitung, Anregungen und Tipps für Mitarbeitergespräche und Informationen zu Hilfsangeboten. (SZ) 

Download der Broschüre hier.

Der Landkreis im Vergleich zu anderen Regionen:

© SZ-Grafik

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