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Der letzte Rest vom Fresswürfel

Der DDR-Flachbau weicht der Natur. Neustadt will das triste Gelände wieder schön machen.

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Von Katarina Lange

Langsam reißt sich der Bagger ein Stück vom ehemaligen Sozialobjekt Fortschritt ab. Viel ist nicht mehr übrig vom sogenannten „Fresswürfel“ an der Schillerstraße in Neustadt. Seit fast drei Wochen sind die Abrisstrupps vor Ort, um das letzte Überbleibsel vom einstigen Landmaschinenkombinat dem Erdboden gleich zu machen. Nur wenige Mauerreste haben die Baggerschaufeln noch verschont. In den nächsten Tagen werden auch sie verschwinden. Der markante Flachbau, in dem zu DDR-Zeiten die Kantine von Fortschritt untergebracht war, wird dann einem riesigen Schuttberg gewichen sein. Die Betonbrocken werden nach und nach abtransportiert. Bis zum Frühjahr wird die zuständige Abrissfirma damit beschäftigt sein. Im Mai soll das Areal dann begrünt werden.

Das Grundstück an der Ecke zur Berghausstraße liegt in einem sogenannten Mischgebiet. Diese Kategorie lässt in Zukunft verschiedene Möglichkeiten zu. Hier könnten Wohnungen entstehen oder Gewerbebetriebe angesiedelt werden. So schnell wird auf dem Areal aber sicher nicht gebaut. Das Stück Land soll mehrere Jahre unangetastet bleiben. Das hat Neustadt im Zusammenhang mit dem Revitalisierungsprogramm vereinbart. Sollte die Frist nicht eingehalten werden, müssten Fördermittel zurückgegeben werden.