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Der Luxus der Dippser Töpfer

Zwei Forscher haben einen wenig bekannten Aspekt der Dippser Geschichte erkundet.

© Egbert Kamprath

Die Stadt Dippoldiswalde hat schon viele Rollen gespielt in ihrer Geschichte. Vom Anfang als Bergstadt bis zum Verwaltungssitz. Eine Epoche waren das 17. und 18. Jahrhundert. Damals war Dippoldiswalde als Töpferstadt weithin bekannt. Die hiesigen Handwerker haben damals Luxuswaren hergestellt, die man in Schlössern oder anderen Herrensitzen findet. Doch das war in Vergessenheit geraten. Große Museen weltweit haben die Töpferwaren aus Dippoldiswalde manchmal als Freiberger Keramik, manchmal auch als Marienberger oder Annaberger Steingut bezeichnet. Das war nicht korrekt, wie zwei Forscher herausgefunden haben. Andreas Becke hat in den frühen 1990er Jahren viele Überreste der Dippoldiswalde Töpferei gesammelt und dokumentiert. 25 000 Bruchstücke sind so zusammengekommen, die in über hundert Kisten auf dem Boden des Dippoldiswalder Museum gelagert hatten, solange bis Anne Barth sich darum gekümmert hat. Die Archäologin hat diese Funde im Rahmen des EU-Forschungsprojekts Archaeomontan untersucht und ausgewertet. Sie hat die Geschichte des Töpferhandwerks in Dippoldiswalde erforscht.

Zwölf Töpferfamilien hat sie dabei in den Unterlagen zu Dippoldiswalde gefunden. Die haben ihre Produkte bis nach Estland, Augsburg, Straßburg und nach Böhmen verkauft. Der Ton für die Produkte kam aus der Höckendorfer, der Paulsdorfer und der Dippoldiswalde Heide. Anne Barth hat dazu ein Buch geschrieben und wird am Sonnabend, dem 23. März, in Dippoldiswalde einen Vortrag über ihre Forschungen zum Dippoldiswalder Töpferhandwerk halten.

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Vortrag „Dippoldiswalder Töpferhandwerk des 18. Jahrhunderts“ am 23. März, 19 Uhr, Alte Pforte, Dipps.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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