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Der Mini Cooper wird bei Zeibina komplett

Noch bis Ende dieses Jahres wird es dauern, dann ist die neue Montagehalle der Zeibina Elektronik GmbH Dresden im Puschwitzer Betriebsteil Kunststofftechnik komplett eingerichtet und die Investition von über einer Millionen Euro abgeschlossen.

Von Kerstin Fiedler

„Um auch in Zukunft unsere Position als Kunststoffverarbeiter in der Automobil-Zulieferindustrie zu halten, müssen wir investieren“, sagt Geschäftsführer Jürgen Zeibig.

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Bauteile für BMW, Mini, Porsche und Lkw

Schwerpunkte in der Produktion sind seit Ende 2002 Teile für die Beleuchtung des Mini Cooper. So fertigen die Mitarbeiter die Blinkleuchten, das Rückfahrlicht und Teile der hochgesetzten Bremsleuchte. Für eine Weiterentwicklung des Minis werden in Pusch-witz auch die Kontaktplatten für die Heckleuchten hergestellt. Auf diese Kontaktplatten kommen dann die Glühlampen. Kontaktplatten fertigt Zeibina auch für den 1er BMW und einen Porsche, der in Finnland hergestellt wird.

Für diese beiden Aufträge entsteht nun die neue Montagehalle. In gut einem halben Jahr, schätzt der Geschäftsführer, ist sie bezugsfertig. Derzeit stehen die Maschinen noch gut abgedeckt darin. Zudem wird es eine neue Vakuumbedampfung geben. „Das Bedampfen des Kunststoffteils mit Aluminium ist ein Zwischenschritt bei der Montage der Leuchten. Eine Metallisierung ist nämlich nicht mehr möglich, wenn die Streuscheibe mit dem Lampenkörper fest verbunden ist“, erläutert Jürgen Zeibig.

Weitere Aufträge erledigt Zeibina zum Beispiel für MAN, Daimler-Chrysler und Volvo. Für die Lkw entstehen Wisch-Wasch-Pumpen.

Gebaut wird aber auch in eineranderen Halle. Und zwar eine Kühlwasseranlage für die Spritz-gießmaschienen. „Die Abwärme der Maschinen nutzen wir dann als Fußbodenheizung für die neue Montagehalle daneben“, sagt Jürgen Zeibig. Allerdings ist dieses System auch mit der „normalen“ Heizung verbunden. Damit, wenn weniger gearbeitet wird oder über Feiertage die Produktion ruht, es nicht ganz in der Halle auskühlt.

Froh ist Zeibig, dass seine Firma einen guten Draht zur Hausbank hat. „Ohne das Verständnis der Geldgeber wäre mancher Bauabschnitt nicht so gelungen wie geplant“, sagt er.

Derzeit arbeiten 76 Mitarbeiter im Puschwitzer Betriebsteil der Zeibina. „Das können aber später mehr werden, wenn die Montage richtig angelaufen ist“, schaut Zeibig voraus. „Wir investieren mit dieser neuen Halle in die Arbeitsplätze der Zukunft“, sagt der Chef des Familienunternehmens, das es seit 1954 gibt. Gearbeitet wird von Montag früh um 6 Uhr bis Sonnabend früh um 6 Uhr im Drei-Schicht-System.

Puschwitz ist ein guter Werks-Standort

Mit dem Standort in Puschwitz ist Zeibig sehr zufrieden. Bis zur Autobahn nach Uhyst sind es nur acht Kilometer, das riesige Areal von 35 000 Quadratmetern Fläche und mehreren Gebäudeteilen bietet die Möglichkeit, Lagerkapazität vorzuhalten. Aller zwei Tage gehen Transporte raus. Nicht zuletzt schafft Zeibina durch die Kooperation mit Firmen und Zulieferbetrieben aus der Region auch anderswo Arbeit. „Wir sehen uns hier nicht als Konkurrenten, sondern als Partner“, sagt Jürgen Zeibig.