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Der Mönch verspätet sich

Die Figur am Eckhaus Obermarkt/ Fleischerstraße wird nicht bis zum Görlitzer Altstadtfest fertig. Andere Projekte des Bürgerrates machen derzeit aber Fortschritte.

© privat

Von Ingo Kramer

Es ist das bisher wohl aufwendigste Projekt, das der Bürgerrat Altstadt/Nikolaivorstadt/Klingewalde umsetzt: Ein Mönchskopf soll die bisher leere Fensternische am Eckhaus Obermarkt/Fleischerstraße zieren. Die aus Görlitz stammende Romy Kumann setzte sich mit ihrem Entwurf durch. Bis zum Altstadtfest sollte der Mönch fertig sein. „Der Termin ist leider nicht mehr realistisch“, sagt Bürgerrat Hagen Aye.

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Weil noch Sachen abzustimmen sind, hat Romy Kumann den Auftrag noch nicht erhalten, konnte ihre Arbeit noch nicht beginnen. Das neue Ziel: Bis zum Jahresende soll der Mönchskopf angebracht sein. Er ist eines von vielen Projekten des Bürgerrates in diesem Jahr. Fortschritte gibt es bei den geplanten Schildern, die in der Nikolaivorstadt die Namen und Geschichte von Straßen erläutern sollen. Dieses Jahr ist als Erstes ein Schild in der Bogstraße geplant. „Eine Anwohnerin hat ihre Bereitschaft erklärt, im Ratsarchiv Informationen zur Bogstraße zusammenzutragen“, sagt Bürgerrat Thomas Hain. Die Infos sollen sich später auf dem Schild wiederfinden.

Am Marienauer Weg in Klingewalde wollte der Bürgerrat einen oder zwei Obstbäume pflanzen – da, wo früher Obstbäume standen. Das ist nun gar nicht nötig: Die Stadt selbst plant nach Aussage der neuen Klingewalder Bürgerrätin Madlen Röder, noch in diesem Jahr zehn Obstbäume als Ersatz für abgestorbene oder gefällte Bäume nachzupflanzen. Wenn sie stehen, soll es sogar ein Straßenfest geben. Weitere Bäume kommen voraussichtlich in den nächsten Jahren aus städtischen Mitteln hinzu. Aus dem Budget des Bürgerrates sollen in diesem Jahr stattdessen zwei Insektenhotels für den Marienauer Weg finanziert werden, sagt Madlen Röder.

Ob auch vor dem Hort der Nikolaischule ein Baum nachgepflanzt wird, ist dagegen noch unsicher. „Pflanzen wäre kein Problem, aber es müsste auch jemand da sein, der den Baum später pflegt“, so Aye. Bisher habe sich noch niemand dafür bereiterklärt. Aye selbst pflegt schon einen anderen Straßenbaum. Ursprünglich hatte der Bürgerrat zudem vor, die Tafel in der Verrätergasse von einem Steinmetz aufarbeiten zu lassen. „Dafür reicht das Budget der Altstadt dieses Jahr nicht“, sagt Aye.

Ohne Budget kommt ein anderer Punkt aus: Der Bürgerrat will sich künftig in die Diskussion um die Straßenausbaubeiträge einmischen. Ihm geht es dabei nicht vordergründig um eine Abschaffung, sondern darum, dass Anwohner am Steinweg und Obersteinweg, die jetzt Ausgleichsbeiträge für das auslaufende Sanierungsgebiet zahlen, beim späteren Ausbau ihrer Straßen nicht erneut zur Kasse gebeten werden.