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Augusto

Der Mythos Verdauungsschnaps

Nach der Tafelei kommt der Klare. Doch hilft ein Schnaps wirklich beim Verdauen? Eine Expertin empfiehlt eher eine andere Verdauungsmethode.

Statt mit Hochprozentigem sollte man seine Verdauung lieber mit einem Spaziergang um den Block in Schwung bringen.
Statt mit Hochprozentigem sollte man seine Verdauung lieber mit einem Spaziergang um den Block in Schwung bringen. © dpa/Axel Heimken

Bonn. Gans mit knuspriger Haut, dazu extraviel Soße, danach was Süßes: Ohne üppiges Essen ist es für viele kein richtiges Weihnachten. Doch dem Genuss folgt oft das weit weniger schöne Völlegefühl. "Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich - aber bei vielen Menschen kann es tatsächlich sein, dass ihnen sehr energiereiches und fetthaltiges Essen schwer im Magen liegt", sagt Antje Gahl, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Nach dem Dessert kommt daher oft ein Schnaps auf den Tisch - "um den Magen aufzuräumen", wie es im Volksmund oft heißt. Doch funktioniert das wirklich? "Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass der Verdauungsschnaps wirklich den gewünschten Effekt hat", sagt Gahl. Einerseits könne Alkohol zwar die Produktion von Magensäure anregen, andererseits aber auch die Entleerung des Magens verhindern.

Bewegung statt Betäubung

"Der gefühlte Effekt, dass Alkohol den Magen aufräumt, kommt wohl eher daher, dass er eine leicht narkotische Wirkung hat - das unangenehme Völlegefühl wird also abgemildert", sagt Gahl. Wer dem vollen Magen wirklich helfen will, sollte statt dem Verdauungsschnaps eher den Verdauungsspaziergang wählen. "Damit der Magen Essen verdauen kann, muss er Magensäure produzieren - und Bewegung kann diese Säureproduktion anregen."

Übrigens: Völlegefühl nach dem Essen ist zwar unangenehm - aber kein Zeichen einer Krankheit. Und es ist auch nicht immer ein Hinweis darauf, dass man ungesund gegessen hat. "Es sind nicht nur die fettigen, ungesunden Lebensmittel, die schwer im Magen liegen - Hülsenfrüchte zum Beispiel, ballaststoffreiches Essen also, können den gleichen Effekt haben", sagt Gahl. Allerdings hält die unangenehme Wirkung hier nicht ganz so lange an. (dpa/tmn)