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Der nächste Schritt

Die Eislöwen feiern noch einen Achtungserfolg auf dem langen Weg nach oben.

© Norbert Neumann

Von Maik Schwert

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Den Dresdner Eislöwen ist ein weiterer Befreiungsschlag gelungen – trotz der 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)-Niederlage am Sonntag bei den Löwen in Frankfurt am Main. Am Freitagabend hatten sie beim 3:1-Heimsieg gegen Bad Nauheim diszipliniert und effektiv agiert. Jordan Knackstedt war der auffälligste Akteur – nicht nur aufgrund des Goldhelms als Punktbester. Er erzielte zwei Tore und kassierte die einzige Zweiminutenstrafe wegen Haltens. Der Neuzugang erfüllt seine Rolle.

Plötzlich spielen die Eislöwen effizienter als der Gegner. Sie gaben 25 Schüsse ab, Bad Nauheim 33. „Wir haben die Reihen und das System geändert“, betont Sebastian Zauner. Er steuerte das dritte Tor bei. „Wir minimieren unsere Fehler.“ Der neue Cheftrainer Bradley Gratton trägt dazu den entscheidenden Teil bei. „Jeder gibt einfach alles, kämpft um seinen Stammplatz in der Mannschaft, will sich beim Neustart beweisen und spielen.“ Davor hätten zwar auch alle 100 Prozent abgerufen. „Da funktionierte es aber nicht. Jetzt machen wir die einfachen Dinge richtig, spielen die Scheibe aus unserem Drittel tief in die gegnerische Zone und setzen nach.“

Das geht und gibt Selbstbewusstsein. Darauf lässt sich aufbauen. „Dennoch machen wir immer noch Sachen falsch“, erklärt der Abwehrspieler. „Das analysieren wir, um es abstellen zu können.“ Das Team geht keine unnötigen Risiken ein, sucht nicht Eins-zu-eins-Situationen, spielt leichter als vorher, arbeitet den Puck durch den neutralen Bereich, spielt ihn am Gegner vorbei, geht drauf und erläuft die Scheibe wieder. So simpel das klingt – es klappt.

„Natürlich haben wir uns den Saisonstart alle anders vorgestellt“, meint Zauner. „Doch jetzt sehen wir, dass wir gut spielen und gewinnen können.“ Sie arbeiten hart dafür. Er hofft in der Länderspielpause aufgrund des Deutschland-Cups auf eine Auszeit vom Eishockey, um den Kopf frei zu bekommen und Kraft für die nächsten Partien zu tanken. Weiter geht es am 16. November daheim mit dem Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse.

Gratton gibt schon mal die Marschroute vor: „Wenn eine Mannschaft nach Dresden kommt, soll sie sich auf uns einstellen.“ Das Team müsse seine Vorgabe umsetzen und viel Energie aufs Eis bringen. In den ersten beiden Heimspielen unter seiner Regie lief das gut. Ausruhen darf seine Mannschaft sich dennoch nicht – weder im Duell auf einer Führung wie beim zwischenzeitlichen 3:0 gegen Bad Nauheim noch auf Erfolgen. „Wir benötigen Punkte“, sagt er. Gratton gibt „den Jungs viel Inhalt mit auf den Weg“. Sie seien weiter, als er das in der Kürze der Zeit erwartet habe. „Es herrscht eine professionelle Atmosphäre. Trotzdem kommt das Lachen nicht zu kurz.“ Das verwundert kaum bei seiner Zwischenbilanz.