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„Der Radweg endet, wo es kritisch wird“

Noch 2018 soll zwischen Zeithain und Röderau eine Verbindung für Radfahrer entstehen. In die Freude darüber mischt sich Kritik.

© Eric Weser

Von Eric Weser

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Zeithain. Wer mit dem Rad zwischen Röderau und Zeithain unterwegs ist, beweist Mut. Die Strecke zwischen dem Bahnübergang am Röderauer Bogendreieck und dem Sternplatz in Zeithain ist durchaus gefährlich. Die Situation für Radler soll sich aber noch in diesem Jahr bessern. Neben der Straße ist der Bau eines Radwegs noch in diesem Jahr geplant. Das haben Verantwortliche aus dem Landratsamt im Zeithainer Gemeinderat unterstrichen. Dort stellten sie am Montag Details des Bauprojektes vor.

Verlaufen soll der Radweg demnach in Fahrtrichtung Zeithain links der Kreisstraße. Eine Radweg-Anbindung am Bahnübergang Bogendreieck ist baulich schon vorhanden. Von dieser aus werden die Radler parallel zur Röderauer Straße gen Zeithain fahren, bis der Radweg in Höhe der Thälmannstraße am Ortseingang etwas weiter nach links ins Feld abknickt und in Höhe der Kfz-Werkstatt wieder nach rechts in Richtung Sternplatz führt.

Die komplizierte Kreuzungssituation am Sternplatz mit den vier einmündenden Straßen macht die Radweg-Planung an dieser Stelle knifflig. Die Ideen der Ingenieure sehen vor, den Radweg bis in Höhe der großen Konifere auf dem jetzigen Fußweg zu führen. Von dort aus sollen die Radfahrer über eine neue Verkehrsinsel in der Straßenmitte dann auf die gegenüberliegende Straßenseite gelangen. Von dort aus sollen sie sich in den fließenden Straßenverkehr einordnen und je nach Ziel auf der entsprechenden Straße weiter fahren.

„Der Radweg endet dort, wo es kritisch wird“, sagte Gemeinderat Matthias Brade (CDU). Auch seine Fraktionskollegen Christian Wagner und Jörg Runow äußerten sich kritisch über die Radweg-Pläne für den Sternplatz. Wagner würde die Verkehrsinsel gern weiter in Richtung Hauptstraße verlegt sehen. Der jetzige Standort sei aber nach technischen und gesetzlichen Gegebenheiten optimal, hieß es dazu von den Planungsverantwortlichen. Runow sprach sich für eine Änderung der Vorfahrtsregeln an der Kreuzung aus, um die Situation für Radfahrer am Sternplatz zusätzlich weiter zu verbessern. Der Verkehr solle nicht Richtung Bahnhofstraße, sondern Richtung Hauptstraße Vorfahrt haben. – Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos) verwies aufs Positive: „Uns eint die Freude, dass es mit dem Bau losgehen soll.“ Der Radweg sei lang ersehnt, so Hänsel über das Vorhaben, das der Kreis nach mehrjähriger Pause zuletzt wieder in Angriff hatte.

Dem Landratsamt zufolge ist die Genehmigung für das Bauprojekt auf dem Weg. Bei Eigentümern, deren Flächen vom Radwegbau betroffen sein werden, hat der Kreis bereits um Zustimmung geworben. Unter anderem müssen nun auch noch Fördermittel für den Bau beim Land beschafft werden. Wann es genau mit den Arbeiten losgeht, ist unklar. Ende des Jahres, so das Ziel des Kreises, soll der Weg jedoch möglichst fertig sein – und das Radeln zwischen Röderau und Zeithain sicherer machen.