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Familie

Der richtige Schulranzen

Es kommt auch auf die inneren Werte an:

© Romrodphoto /shutterstock

Bald ist es wieder so weit: Ein neues Schuljahr startet und damit beginnt für viele Kinder ein spannender neuer Lebensabschnitt. Doch bevor dieser besondere Tag mit Familie und Freunden gefeiert werden kann, muss im Vorfeld noch einiges erledigt werden. Wichtigster Punkt: Der Kauf des perfekten Schulranzens. Doch hier ist die Auswahl groß. Zudem gibt es bei den einzelnen Modellen teilweise große Unterschiede mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kann bei der Shoppingtour für Verunsicherung sorgen. Was macht also eine zuverlässige Büchertasche aus?

Anforderungen an einen Schulranzen

Wie kein anderer Gebrauchsgegenstand begleitet ein Ranzen Kinder bei den wohl spannendsten Tagen ihres Lebens. Daher spielen beim Kauf nicht nur Sicherheitsaspekte wie tragfähige Gurte eine Rolle. Ein zuverlässiges Exemplar macht auch unter dem Gewicht mehrerer Bücher nicht schlapp und nimmt Stöße oder Stürze ohne große Blessuren hin. Von einer Schultasche wird im Alltag also einiges abverlangt. Um am Ende auf der sicheren Seite zu sein, ist es wichtig, Folgendes zu beachten.

Auf diese Kriterien kommt es an

Während Kinder bei einem Tornister vornehmlich auf die Optik setzen und sich gerne an beliebten Schulranzen-Motiven orientieren, steht für Eltern in erster Linie Tragekomfort und Sicherheit im Vordergrund. Diese Einstellung ist grundsätzlich auch die richtige Vorgehensweise beim Einkauf, bei dem speziell folgende Kriterien genauer unter die Lupe genommen werden müssen:

• Optimale Passform: Hier ist Probe-Tragen Pflicht! Wichtig ist bei einem guten Schulranzen, dass er nahe am Rücken des zukünftigen ABC-Schützen liegt. Bedeutet, dass der Tornister oben den Schultergürtel des Kindes berührt und unten am Beckengürtel abschließt. Aktuell im Trend liegen außerdem Exemplare mit ergonomisch geformter Rückwand. Der Kauf ist hier jedoch nur sinnvoll, wenn der erwähnte Abschluss am Rücken stimmt. Zudem ist gerade bei größeren oder kleineren Kindern darauf zu achten, dass die Träger individuell verstellbar sind, um so die ideale Passform zu gewährleisten.

• Auf das Gewicht achten: Viele Eltern sind der Meinung, dass sie ihren Kindern mit einem leichten Modell etwas Gutes tun, schließlich werde durch das wenige Gewicht der Rücken geschont. Doch diese Annahme ist falsch und bewirkt vielmehr das Gegenteil. Denn Fliegengewichte verlieren an Stabilität, was den Rücken unterm Strich stärker belastet. Eine zuverlässige Büchertasche bringt daher im leeren Zustand ungefähr 1,1 bis 1,3 Kilo auf die Waage. Zudem profitieren die Schultern der Kleinen von der richtigen „Füll-Technik“: Schwere Gegenstände wie Bücher kommen in die hinteren Fächer des Tornisters, während die leichteren vorne Platz finden.

• Intensive Leuchtwirkung: Hier kommt die DIN-Norm 58124 ins Spiel. Sie besagt, dass die Oberfläche einer Schultasche zu einem gewissen Grad sowohl mit fluoreszierenden (aufleuchtenden) als auch mit retroreflektierenden (zurückwerfenden) Materialen überzogen sein muss. Das ist wichtig, damit Kinder bei Tageslicht und speziell in der Dämmerung von Autofahrern bereits aus der Entfernung gut erkannt werden. Ein zuverlässiges Modell erfüllt all diese Anforderungen.

• Hochwertige Verarbeitung: Klar, dass bunte Motive Kinder magisch anziehen. Doch davon dürfen sich Eltern nicht blenden lassen. Sie sollten stattdessen auf Details achten und die einzelnen Produkte kritisch hinterfragen: Ist das Material wasserabweisen? Lässt es sich gut abwaschen und wie reißfest sind die Nähte? Auch Details wie Reißverschlüsse gilt es zu testen. Diese müssen zuverlässig schließen und selbst unter Belastung geschlossen bleiben. 

Wie sieht es mit Alternativen aus?

Mittlerweile wächst neben Schulranzen das Angebot an sogenannten Roll-Trolleys. Bei diesen Exemplaren wird der Tornister nicht am Rücken getragen, sondern das Kind zieht seinen Rollkoffer hinter sich her. Klingt auf den ersten Blick nach völliger Entlastung der Schultern. Doch der Schein trügt. Beim Ziehen müssen Kinder nämlich dauerhaft die Schulter nach hinten drehen, was sich negativ auf die Wirbelsäule auswirken kann. Experten raten außerdem von klassischen Rucksäcken ab. Deren weiches Material besitzt keine Stabilität, sodass das Gewicht von Büchern und Co. am Ende auf dem Gesäß lastet. Das führt im schlimmsten Fall zu starken Haltungsschäden.

Ratgeber und Vergleiche helfen weiter

Die Entscheidung für einen Schulranzen ist keine einfache. Die Auswahl an Modellen und Designs ist groß. Zudem wollen Eltern immer nur das Beste für ihren Nachwuchs. Beim wem der Kauf demnächst ansteht, aber noch ein wenig Ratlosigkeit herrscht, der sollte sich im Vorfeld intensiv mit einem Schulranzen-Test auseinandersetzen, bei dem unterschiedliche Tornister miteinander verglichen werden. Zudem sorgen die vorgestellten Tipps für mehr Klarheit, damit die klugen Köpfe von morgen angenehm und sicher durch den Schulalltag kommen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Thomas Kappler.