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Der Rote mit dem grünen Daumen

Die Linke hat Lothar Schmidt als Kandidat für die OB-Wahl aufgestellt. Er will sich nicht nur um die Umwelt kümmern.

© Lutz Weidler

Von Tina Soltysiak

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Das Abstimmungsergebnis hätte nicht besser sein können: Mit 100 Prozent der Stimmen ist Lothar Schmidt am Sonnabendvormittag von seinem Parteigenossen ins Rennen um die Oberbürgermeisterwahl in Döbeln geschickt worden.

Schmidt (Die Linke) ist derzeit der erste Stellvertreter des Oberbürgermeisters Hans-Joachim Egerer (CDU). Die Partei rechnet sich gute Chancen aus, dass der 63-Jährige die Wahl gewinnen kann. Werner Busch, der für die Partei im Stadtrat sitzt, meint: „Wenn die CDU Susan Grasselt ins Rennen um den Posten schickt, wird sie gegen unseren Kandidaten verlieren.“

Lothar Schmidts Steckenpferd ist die Landwirtschaft. Er bezeichnet sich selbst gern als den Roten mit dem grünen Daumen. Die Umwelt spielt bei seinen Zielen, wie die Stadt Döbeln sich unter seiner Führung weiterentwickeln kann, eine eher untergeordnete Rolle. Er möchte die Schaffung von Gewerbegebieten vorantreiben, damit sich Unternehmen ansiedeln und Arbeitsplätze entstehen können. Er strebt gleichzeitig den Erhalt und die Belebung des Handels im Innenstadtbereich an. Die Bedürfnisse von behinderten Menschen bezüglich der Bewegungsfreiheit und der Teilhabe am städtischen Leben sollen noch stärker in den Fokus rücken.

Besonders setzt er sich für den geistigen Austausch von Jung und Alt ein. „Die Gründung eines Clubs der alten Weisen und der jungen Wilden finde ich sinnvoll. Wir haben so viele geistig fitte, ältere Leute hier. Von denen können die Jugendlichen lernen, wenn sie ins Gespräch kommen. Andersherum können aber auch die Älteren noch etwas dazulernen“, sagt Schmidt.

Der Döbelner macht deutlich, dass die Probleme und Sorgen der Eingemeindeten erhört und vor allem beachtet werden müssen. „Die sind nicht zu unterschätzen“, sagt er. Ähnliches gelte auch für die Integration der Asylbewerber. Diese müssen konsequent fortgeführt werden.

Die Infrastruktur der Stadt ist seiner Ansicht nach in Ordnung. „Natürlich besteht stets Handlungsbedarf“, sagt Lothar Schmidt und nennt als Beispiele den Hochwasserschutz und den Bau der Brücke an der Schillerstraße.

Gesundheitlich und geistig fühle er sich fit genug, um das Amt antreten zu können. Die Arbeit, die als Oberbürgermeister auf ihn zukommen würde, ist ihm bewusst. Ebenso, dass ihm in der Verwaltung „hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter“ zur Seite stehen. Er hofft, dass ihm dennoch Zeit für seinen Garten und die Führungen im Kloster Buch bleibt.

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