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Der Schwung in West ist da, der Plan fehlt

© Norbert Millauer

SZ-Lokalchef Peter Redlich über den Kindertag und das Sanierungsgebiet.

Das hatte sich anfangs wohl mancher einfacher vorgestellt mit dem Sanierungsgebiet in Radebeul-West. Offiziell ausgerufen ist es, auch genehmigt, was heißt, dass Geld von Bund und Land kommen wird. Millionen sogar. Es gibt eine Stadtteilzeitung und ein Bürgerbüro. Nur die ganz große Planung steht noch nicht.

Noch immer hat der Bahnhofbesitzer nicht gesagt, wann und wie er beginnen will – trotz mehrfacher Ankündigung, zuletzt für Ende April. Um die Alte Kaiserpost und die Fläche vom alten Fischladen an der Meißner Straße wird noch zwischen den Besitzern der Immobilien diskutiert. Vor allem aber: Wie weiter mit der Bahnhofstraße als Zentrum im Sanierungsgebiet? Fest und im Zeitplan steht lediglich die Planung für den Ausbau des Schulstandorts Kötzschenbroda.

Es zeigt sich, im Unterschied zu Ost, wo ein großer Investor und die Stadt an einem Strang zogen, dass West – wegen der Besitzverhältnisse – viel komplizierter ist. Das wesentliche Problem für die Bahnhofstraße ist der Verkehr. Erst wenn diese Straße, nicht ohne Autos, aber wesentlich beruhigter sein wird, lässt sich hier ein wirklich erlebbares Zentrum anlegen. OB Bert Wendsche handelt richtig, wenn er jetzt die Reißleine zieht und zum (Fast-)Neustart die Planer anspornt. Und selbst wenn das bis zu einem Jahr dauert. Ohne klaren Plan und den richtigen Schwung dafür wird es mit West nichts. Schwung geholt wird jetzt schon mal am 1. Juni zum Kindertag. Was zeigt, dass die Anlieger vor Ort wirklich wollen.

E-Mail an Peter Redlich