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Der Sektmarkt schwächelt

Die Deutschen sind nicht mehr so richtig in Sektlaune. Branchenprimus Rotkäppchen-Mumm kämpft mit den Auswirkungen und will mit neuen Schaumweinen dagegenhalten.

© dpa

Leipzig. Die Kellerei Rotkäppchen-Mumm bekommt die Schwäche des Sektmarktes in Deutschland zu spüren. 2013 verkaufte der Branchenprimus 234 Millionen Flaschen an Sekt, Spirituosen und Wein - ein Minus von 6,4 Millionen Flaschen oder 2,7 Prozent im Vergleich zu 2012. In der Folge schrumpfte der Umsatz der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH um 3,8 Prozent auf 823,1 Millionen Euro. Auch das Ergebnis war rückläufig, allerdings nennt das Unternehmen dazu traditionell keine Zahlen. Vorstandschef Christof Queisser kündigte am Mittwoch in Leipzig an, die Angebotspalette mit neuen Schaumweinmischungen zu erweitern.

Trotz des gesunkenen Sekt-Absatzes sei er mit der Bilanz 2013 zufrieden, sagte Queisser. In einem insgesamt schrumpfenden Markt habe das Unternehmen aus Freyburg in Sachsen-Anhalt in allen Segmenten Anteile dazugewonnen. Im Lebensmitteleinzelhandel komme inzwischen mehr als jede zweite verkaufte Flasche Sekt aus dem Hause Rotkäppchen-Mumm. Erstmals sei die 50-Prozent-Marke geknackt worden. Der Marktanteil lag bei 51,2 Prozent (Vorjahr: 49,6). Queisser sagte, er rechne auch für 2014 mit einem „leicht rückläufigen Markt für Sekt“.

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Bei den Spirituosen erreichte das Unternehmen mit seinen Weinbränden und dem Nordhäuser-Korn einen Marktanteil von 8,2 Prozent (Vorjahr: 8,0). Auch mit dem Rotkäppchen- und Blanchet-Wein habe man leicht zulegen können, und einen Marktanteil von 1,7 Prozent (Vorjahr; 1,6 Prozent) erreicht. In allen Segmenten plane er 2014 mindestens eine Stabilisierung oder einen leichten Ausbau der Marktposition, sagte Queisser.

Rotkäppchen-Mumm will mit neuen Schaumwein-Produkten bei den Kunden punkten. Mehrere leichte Mischgetränke sollen 2014 auf den Markt gebracht werden, die auf ein jüngeres, weibliches Publikum zielen. „Der Markt für Schaumwein wächst kontinuierlich“, sagte Vertriebschef Manfred Hilpert. Während der klassische Sekt weniger gekauft werde, steige die Nachfrage nach Fruchtsaft-Schaumwein-Mischungen.

Rotkäppchen-Mumm beschäftigte 2013 an seinen vier Standorten Freyburg, Eltville, Nordhausen und Breisach 575 Mitarbeiter, davon 26 Azubis. In diesem Jahr sei eine Vergrößerung der Belegschaft auf 589 Mitarbeiter geplant. (dpa)