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Der sprechende Turm

Die Technischen Sammlungen läuten das internationale Jahr des Lichts ein. Via Smartphone können die Dresdner dabei ein farbiges Spektakel steuern.

© Christian Juppe

Von Juliane Richter

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Weithin sichtbar ist der Ernemann-Turm der Technischen Sammlungen ohnehin schon. Aber nun kann er quasi nicht mehr übersehen werden. Dafür sorgt seit gestern Abend eine Lichtinstallation der Dresdner Künstlergruppe Kazoosh!. Deren Mitglieder haben die 16 Fenster der obersten Reihe des Ernemann-Turmes mit einem speziellen Papier versehen. Dahinter stehende, starke LED-Scheinwerfer strahlen jedes Fenster einzeln an. „Wir haben 16 Millionen Farbtöne zur Verfügung“, sagt Künstler Martin Flemming.

Dieses breite Spektrum nutzt die Gruppe, um verschiedene Szenen zu programmieren. Beobachter können so zum Beispiel ein hübsches Farbspiel oder einen Sonnenaufgang sehen und können auch eine kleine Geschichte verfolgen. „Die Szenen sind abstrakt gebaut. Wenn wir zum Beispiel eine Glühbirne zeigen wollen, nutzen wir einen hellen Punkt, der später beginnt zu schaukeln“, sagt Flemming. Ab sofort soll die Lichtinstallation bis zum Jahresende täglich von etwa 5 bis 8.30 Uhr und von 16.30 bis 23 Uhr zu sehen sein – soll dabei aber je nach Jahreszeit angepasst werden. Der Hintergrund für diese ungewöhnliche Kunstaktion ist die Eröffnung des Dresdner Lichtjahrs 2015. Die Technischen Sammlungen haben dafür gemeinsam mit dem Theater Junge Generation sowie dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik ein umfangreiches Programm entwickelt, bei dem die Rolle des Lichts insbesondere in Kultur, Wissenschaft und Technik thematisiert wird.

Der Talkingtower – zu deutsch sprechender Turm – wie die Installation an den Technischen Sammlungen genannt wird, soll sich ebenfalls noch weiterentwickeln. Ab dem 15. Februar können die Dresdner selber das Farbspiel am Turm beeinflussen. Über eine Seite im Internet dürfen sie dann jedem der 16 Fenster eine eigene Farbe geben und mit Effekten versehen. „Das können die Dresdner zu Hause am Rechner machen und dann über das Smartphone die Seite aufrufen und ihre eigene Szene starten“, sagt Flemming. Das könne man auch vom Schloss Albrechtsberg auf der anderen Elbseite sehen. „Es ist sehr eindrucksvoll, auf diese Weise die Stadt aus der Ferne zu verstellen“, sagt er.

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