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Der Tag der schnellen Kämpfe

Die Judoka des Döbelner SC haben ihre Gegner stets vorzeitig besiegt. Makellos ist die Bilanz dennoch nicht.

Von Frank Korn

Hajime – japanisch für Beginnen – ertönt das Kommando des Kampfrichters. Der Döbelner Judoka Tobias Sieber geht gegen den Schlettauer Florian Süß auf die Matte. Doch kaum hat der Kampf begonnen, ist er auch schon vorüber. „Mein Gegner kam aus dem Gleichgewicht, das habe ich genutzt und mit einem vollen Punkt vorzeitig gewonnen“, schildert Sieber den Kampf aus seiner Sicht. Auch in der zweiten Auseinandersetzung gegen den Radeberger Fred Lange muss der 19-Jährige nicht lange auf einen Erfolg warten. Er kann einen Uchi-Mata – Schenkelwurf – ansetzen und gewinnt erneut vorzeitig.

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Die Judoka des Döbelner SC landeten beim Heimkampf in der Landesliga zwei Siege. „Die Zuschauer haben uns toll unterstützt“, sagte Trainer Mathias Conrad (rechts). Fotos (2): Dietmar Thomas
Die Judoka des Döbelner SC landeten beim Heimkampf in der Landesliga zwei Siege. „Die Zuschauer haben uns toll unterstützt“, sagte Trainer Mathias Conrad (rechts). Fotos (2): Dietmar Thomas

Judo sei für ihn ein guter Ausgleich zum Alltag, sagt Tobias Sieber, der diesen Sport seit 2004 betreibt. Die Kämpfe mit dem Team in der Landesliga sind für ihn eine gute Kombination zwischen Einzel- und Mannschaftssport. „Auf der Matte muss man allein für sich kämpfen, aber man wird von der Truppe aufgebaut, wenn es mal nicht so läuft“, so Sieber.

Tobias Sieber ist einer der „jungen Wilden“, die Trainer Mathias Conrad in den vergangenen Jahren an den Männerbereich herangeführt hat. Nicht nur er konnte beim Landesliga-Heimturnier am Sonntag in der Döbelner Stadtsporthalle seine beiden Kämpfe gewinnen, auch seine Teamkameraden setzten sich gegen ihre Kontrahenten durch. Makellos blieb die Bilanz der Judoka des Döbelner SC dennoch nicht. Die Gastgeber konnten die beiden Gewichtsklassen bis 60 und bis 66 Kilogramm nicht besetzen. Dabei hatte der Trainer zumindest im Limit bis 60 Kilo mit dem Leipziger Gaststarter Nils Burkert gerechnet, doch der sagte dann doch noch ab. Immerhin ging es den Schlettauern ähnlich, auch sie konnten die leichteste Gewichtsklasse nicht besetzen.

Mathias Conrad zeigte sich von der Einstellung seiner Truppe begeistert. „Die Jungs haben mich verzaubert. Sie sind ihre Kämpfe konzentriert angegangen und haben allesamt vorzeitig gewonnen“, sagte der Trainer. Mit den deutlichen Erfolgen gegen die beiden Schlusslichter der Tabelle haben die Döbelner ihre Aussichten auf einen Medaillenplatz gewahrt. „Auch das Verhältnis der Unterpunkte ist wichtig“, so Mathias Conrad. Derzeit führt der PSC Bautzen die Tabelle mit 10:2 Zählern an, dahinter folgen JC Crimmitschau, Judo Holzhausen und Döbelner SC mit jeweils 8:4 Punkten. „Wir müssen am letzten Kampftag noch einmal alles geben“, fordert der Trainer. Am 17. Juni müssen die Döbelner nach Bautzen reisen und treten gegen die Gastgeber sowie den SV Einheit Altenburg auf die Matte.