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Der verärgerte Star

Franck Ribery empfiehlt sich in Sevilla für einen neuen Vertrag. Doch die Bayern-Bosse zögern.

© dpa/Sven Hoppe

Von Marco Mader

Franck Ribery ist ein Mann mit zwei Gesichtern. Da der geniale Fußballer, dort der Heißsporn, der mitunter zur Überreaktion neigt und die Grenze des Erlaubten überschreitet. Das war auch beim 2:1-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League des FC Bayern beim FC Sevilla wieder zu sehen. Als der Franzose in der 13. Minute erst Franco Vazquez foulte und dann Wissam Ben Yedder umstieß, war er mit der Gelben Karte gut bedient. Anschließend zeigte Ribery vor allem sein schönes Gesicht – das eines Zauberfußballers. Er erzwang das Eigentor von Jesus Navas zum wichtigen 1:1 und bereitete Thiago Alcantaras Siegtreffer vor.

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„Franck ist ein klasse Kicker. Er tut der Mannschaft gut, wenn er seine Dribblings und Läufe ansetzt. Das ist wichtig für uns“, betont Torhüter Sven Ulreich. Ribery sei auch mit seinen 34 Jahren „auf jeden Fall noch fit und kann den Unterschied in solchen Spielen machen“. Thomas Müller erklärt, Ribery habe „alles reingehauen, was er hatte. Er ist unabhängig von den Torbeteiligungen immer noch ein wichtiger Mann“. Doch die Chefs zweifeln offenbar wie beim gleichaltrigen Arjen Robben daran, dass das auch über das Vertragsende im Sommer hinaus gilt.

„Wir wissen, dass beide tolle Spieler sind, mit denen wir viel Erfolg hatten in den vergangenen zehn Jahren“, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Ein bisschen klang das bereits wie ein ehrenvoller Abschied. Sie genießen „einen hohen Stellenwert“, aber: „Wir müssen uns ab und an auch Ruhe geben und die Dinge in aller Seriosität diskutieren. Das machen wir.“ Erst Mitte April gebe es Gespräche mit ihnen. Rummenigge erkennt darin „kein Problem“. Die beiden Superstars sehen das anders. Robben hat schon öffentlich bekundet, dass er gern so schnell wie möglich Klarheit hätte. Ribery ist angeblich „enttäuscht“ über die zögerliche Haltung der Bosse. Ihm sollen „mindestens zwei konkrete Angebote“ vorliegen.

RB Leipzig erspielt 18 Millionen Euro

RB Leipzig hat in seiner ersten Europapokalsaison vor dem Hinspiel des Viertelfinales der Europa League am Donnerstag ab 21.05 Uhr daheim gegen Olympique Marseille 18,45 Millionen Euro aus der Verteilung der Einnahmen in den beiden Uefa-Wettbewerben eingespielt. Bei einem Halbfinaleinzug kämen 1,6 Millionen Euro dazu. Der Finalist erhält weitere 3,5 Millionen Euro. Der Europa-League-Sieger kassiert 6,5 Millionen Euro. Rechnerisch könnte RB Leipzig beim Titelgewinn auf 26,55 Millionen Euro kommen. (sid mit dpa)