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Der Werbefilmer für die Sächsische Schweiz

Ein 18-Jähriger dreht schon seinen zweiten Film in der Region. Und will hoch hinaus.

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© Dirk Zschiedrich

Königstein. „Und los!“ Schon fährt der rot-gelbe Zug ruckelnd an, als hätte er nur auf dieses Signal gewartet. Ein Junge mit dunklen Haaren springt noch schnell auf den hinteren Waggon auf. Als er sieht, wer dort bereits sitzt, will er fast wieder abspringen. Doch sein Gegenüber bietet ihm die Hand an. „Super! So nehmen wir das!“, ruft es aus dem vorderen Waggon. Dort sitzt Robert Zerbst. Auf dem Bildschirm an seiner Kamera hat er das Geschehen verfolgt. Der Dresdner arbeitet derzeit an einem Werbefilm für das Elbe-Freizeitland in Königstein. Die Szenen sind bereits abgedreht, jetzt muss er den Film schneiden, die Musik komponieren und alles zusammensetzen. Alles macht er selber. Auch das Drehbuch ist von ihm. Der junge Filmemacher wollte keinen gewöhnlichen Werbefilm drehen, sagt er. Schließlich geht es ja nicht einfach nur um ein Produkt, sondern um ein Erlebnis. Daher hat er sich eine Geschichte rund um zwei Jungs ausgedacht, die sich eine amüsante Verfolgungsjagd durch den Park, über viele Attraktionen liefern. „Während der Action soll man das Gefühl bekommen, selbst dort sein zu wollen“, erklärt er. Wer sich davon überzeugen möchte, findet das Video bald auf der Seite des Aktiv-Parks.

Robert Zerbst ist erst 18 Jahre, gerade hat er das Abitur in der Tasche und schon ein klares Ziel vor Augen: Er wird Regisseur. Erste Kurzfilme hat er bereits gedreht: für Schulprojekte, aber beispielsweise auch einen Werbefilm für die Kulturscheune in Naundorf. In seiner Freizeit setzt er sich viel mit Filmtheorie auseinander, probiert sich aus.

Demnächst will er sich an der Babelsberger Filmhochschule bewerben. „Aber auch wenn es dort nicht klappen sollte, werde ich mein Ding durchziehen“, sagt er selbstbewusst. Wenn man hört, wie ernsthaft er über sein Ziel und die Arbeit hinter der Kamera spricht, dann glaubt man ihm, dass er das schaffen kann. So oder so.