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Der „Winter“ wird trockengelegt

An dem Wohnblock an der Harthaer Nordstraße wird die Umfahrung gebaut. Gleichzeitig wird die Kanalisation erneuert.

© Dietmar Thomas

Von Frank Korn

Hartha. Die Bewohner des Wohnblocks „Winter“ der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) an der Nordstraße müssen derzeit mit Behinderungen leben. Grund sind Bauarbeiten an der Umfahrung. Gleichzeitig wird das Gebäude an der Hangseite trockengelegt. „Wir hatten in den vergangenen Jahren Beschwerden von Mietern, in deren Keller das Wasser hineingedrückt wurde“, erklärte Jörg Keim, Vorstandsvorsitzender der WGH.

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Der Auftrag wird von der Firma Estler Straßen- und Tiefbau Hartha ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. „Die Häuser sind in der 60er-Jahren gebaut worden, die alte Kanalisation ist marode und wird saniert“, so Keim. Wenn die Arbeiten am Entwässerungssystem abgeschlossen sind, soll die Fahrstraße erneuert werden.

Fünf Stellplätze entstehen

In diesem Zusammenhang entstehen auch fünf Pkw-Stellplätze für die Anwohner. „Wenn es das Wetter zulässt, sollen die Arbeiten möglichst vor Weihnachten abgeschlossen sein“, so Jörg Keim.

Der Vorstandsvorsitzende hofft weiter, dass im nächsten Jahr die Modernisierung des Wohnblocks 20 bis 26 an der Straße des Friedens in Angriff genommen werden kann. Die WGH will die Etagenheizungen austauschen. Auch der Anbau von Balkonen ist immer noch im Blick. Besonders attraktiv könnten sie werden, wenn sie mit einem Aufzug ausgestattet würden, so Keim. Nach den Bauarbeiten würden die Wohnungen barrierearm und altersgerecht sein. Jedoch ist die Wohnungsgenossenschaft dabei auf Fördermittel angewiesen. Insbesondere betreffe dies den Einbau der Aufzüge. Eventuell solle auch in Häuser an der Döbelner Straße investiert werden, so Keim.

Derzeit hat die Genossenschaft 560 Wohnungen. 29 Prozent davon stehen leer. Mehr als jede dritte Wohnung wurde bereits vor 1990 vermietet. Das heißt, die meisten Mieter sind schon älter. „Die Demografieproblematik wirkt sich spürbar aus“, so Jörg Keim. Dies betreffe nicht nur die Sterbefälle, sondern auch den Umzug ins Pflegeheim oder Betreutes Wohnen. Trotz aller Probleme stehe die WGH auf soliden Füßen. „Wir können unsere Rechnungen bezahlen“, so Keim. (mit DA/je)