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Radebeul

Wo Radfahrer nicht anhalten werden

Ein Bürger will, dass die Stadt Radebeul Radfahrer auf Fußwegen aus dem Verkehr zieht. Doch dabei gibt es ein Problem. 

Radfahrer und Fußgänger kommen sich öfter in die Quere. Dabei dürfen Radler eigentlich nicht auf dem Fußweg fahren.
Radfahrer und Fußgänger kommen sich öfter in die Quere. Dabei dürfen Radler eigentlich nicht auf dem Fußweg fahren. ©  dpa

Radebeul. Es sei eine wachsende Unsitte in der Stadt, dass immer häufiger auch erwachsene Radfahrer auf den Fußwegen fahren, sagte Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) in der letzten Stadtratssitzung. Zuvor hatte sich ein Bürger darüber beschwert und wollte wissen, warum die Stadt Radfahrer auf Gehwegen nicht sanktioniert.

Die Verwaltung habe aber kein Recht, in den fließenden Verkehr einzugreifen und Radler anzuhalten, sagte der OB. Das dürfe allein die Polizei. Deshalb wurde das Thema in der gemeinsamen Sicherheitskonferenz besprochen. Die Verwaltung könne die Polizei nur bitten, Anhaltekontrollen durchzuführen, so Wendsche. Sie selbst dürfe nur den ruhenden Verkehr, sprich Falschparker, sanktionieren.

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Der Einwohner kritisierte außerdem, dass Radfahrer zum Teil in die Gegenrichtung durch Einbahnstraßen fahren dürfen. Darauf entgegnete der OB jedoch, dass die Stadt das ganz bewusst an ausreichend breiten Straßen angeordnet habe, um den Radverkehr in der Stadt zu erleichtern. (SZ)

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