merken

Deutlich mehr Ausbildungsanfänger

Die Zahl der Azubis in Sachsen wächst: 2017 hat die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungen gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im Bundesvergleich ist Sachsen sogar Spitzenreiter.

© Archivbild/Jens Büttner/dpa

Dresden. Gute Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt in Sachsen: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent gestiegen. Das geht aus neuen vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Insgesamt starteten rund 19 100 Menschen in Sachsen neu in die Ausbildung. „Es ist gut, dass wieder mehr Unternehmen und Institutionen ausbilden“, sagte Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) am Mittwoch.

Wichtig sei, dass allen Ausbildungswilligen eine Ausbildungschance geben werden, erklärte Dulig weiter. Mit dem Ansatz der „Assistierten Ausbildung“ verfolgte der Freistaat bereits einen Ansatz, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Oppacher Mineralquellen
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Oppacher füllt Heimat in Flaschen ab und überzeugt seine Kunden mit regionalem Mineralwasser in ausgezeichneter Qualität.

In keinem anderen Bundesland hat sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge laut dem Statistischen Bundesamt so stark erhöht wie in Sachsen. Es folgen Thüringen (Plus 3,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (Plus 2,6 Prozent).

Die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit begrüßte die positive Entwicklung, wies allerdings auch darauf hin, dass für den Ausbildungsbeginn im Herbst noch mehr als tausend Ausbildungsbewerber fehlen. „Leider blieben vergangenes Jahr über 1600 Lehrstellen unbesetzt. Das ist mit dem Blick auf die hohen Fachkräftebedarfe nicht gut für Sachsen“, erklärte Klaus-Peter Hansen, Chef der Landesarbeitsagentur am Mittwoch.

Bundesweit ist erstmals seit 2012 die Zahl der neuen Auszubildenden etwas gestiegen. Im vergangenen Jahr schlossen rund 514 900 junge Menschen einen Lehrvertrag ab. Als Ursache für die Trendwende vermutet die Behörde die zunehmende Ausbildung von Flüchtlingen, um die etwa das Handwerk wirbt. Belegen lasse sich der Effekt der Zuwanderer aber noch nicht, betonten die Statistiker. Im Branchenvergleich gab es bundesweit den stärksten Zuwachs im öffentlichen Dienst und Handwerk. (dpa)