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Deutsche Bahn will um Strecken kämpfen

Das Unternehmen fühlt sich von der Vergabekammer des Landes ungerecht behandelt und erwägt rechtliche Schritte.

Von Tilo Berger

Die Deutsche Bahn AG (DB) ist nach wie vor überzeugt, dass ihre Tochterfirma Start Ostsachsen GmbH ein überzeugendes Angebot für die drei Bahnstrecken Dresden–Görlitz, Dresden–Zittau–Liberec und Liberec–Zittau–Seifhennersdorf vorgelegt hat. Das erklärte ein DB-Sprecher in Leipzig auf SZ-Anfrage.

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Die Verkehrsverbünde Oberelbe (VVO) und Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) sowie der tschechische Kreis Liberec hatten die drei Strecken europaweit ausgeschrieben. Am Ende des Verfahrens blieben zwei Bieter übrig: die Deutsche Bahn AG (DB) und die Länderbahn. Die DB rollte auf den Hauptstrecken schon bis 2010, ihre Nachfolgerin wurde seinerzeit die Länderbahn.

Im April dieses Jahres entschieden die Verkehrsverbünde und der Kreis Liberec, die Strecken ab Fahrplanwechsel im Dezember 2019 von der neuen DB-Tochterfirma Start Ostsachsen bedienen zu lassen. Dagegen legte die Länderbahn Einspruch ein, dem die Vergabekammer des Freistaates Sachsen in der vergangenen Woche folgte. Start Ostsachsen sei nicht geeignet, die Bahnstrecken zu bedienen. Länderbahn-Sprecher Jörg Puchmüller sprach daraufhin von einem Teilerfolg.

Doch dass die Länderbahn nun die drei Strecken behält, steht keineswegs fest. Die Deutsche Bahn will offenbar nicht kampflos aufgeben. „Wir nehmen die Entscheidung der Vergabekammer im Ostsachsennetz enttäuscht zur Kenntnis und prüfen nun die Details“, erklärte ein Sprecher. „Rechtliche Schritte zum Erhalt der geplanten Vergabeentscheidung des Aufgabenträgers behalten wir uns vor.“