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Deutsche Firmen haben es zurzeit schwer in Ägypten, bleiben aber

Berlin. Die deutsche Wirtschaft will sich trotz der blutigen Unruhen in Ägypten nach Erkenntnissen des DIHK nicht aus dem nordafrikanischen Land zurückziehen. Es gebe bisher keine entsprechenden Signale,...

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Berlin. Die deutsche Wirtschaft will sich trotz der blutigen Unruhen in Ägypten nach Erkenntnissen des DIHK nicht aus dem nordafrikanischen Land zurückziehen. Es gebe bisher keine entsprechenden Signale, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, gestern in Berlin. Dies habe sich schon bei den vorangegangenen Unruhen gezeigt. Diese richteten sich nicht gegen Ausländer. Der DIHK befürchtet jedoch weitere Rückschläge für die ägyptische Wirtschaft und eine noch stärkere Abhängigkeit des Landes von Geldgebern vor allem aus der Golf-Region.

Nach Angaben des DIHK sind in Ägypten 80 deutsche Unternehmen mit Vertriebs- und Produktionsstandorten vertreten. Sie beschäftigen dort etwa 24 000 Mitarbeiter. „Die Unternehmen haben gewisse Erfahrungen mit Revolutionssituationen und Unruhen in Ägypten“, sagte Treier. Vorübergehende Betriebsschließungen und Produktionsausfälle angesichts logistischer Probleme seien aber nicht auszuschließen. Auch würden potenzielle Investoren abgeschreckt. Mögliche Pläne dürften vorerst auf Eis liegen. Die ausländischen Direktinvestitionen in Ägypten belaufen sich nach Angaben des DIHK auf 73 Milliarden Euro. Auf Deutschland entfalle davon etwa eine Milliarde Euro. (dpa)